Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-837825
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Juden. 
Steine erreichten , auch dies wieder auffallend wurde. 
Hiedurch würde sich die nach unsern Begriffen wenig- 
stens im Aeussern nicht angemessene Bekleidung der 
Mauer mit Brettern und Vergoldung erklären. Es ist 
zwar nicht gewiss, aber wenn man die Stellen zusammen 
hält, doch wahrscheinlich, dass die Wände nicht bloss 
im Innern, sondern auch im Aeussern so bekleidet waren. 
In der Stelle Kön. 1. Kap. 6. Vers 15 u. 18. ist zwar aus- 
drücklich nur vom Innern die Rede, und die Stellen V. 22, 
dass Salomo das ganze Haus mit Gold überzog, und 
2. Chron. Kap. 3. Vers 5. dass er das grosse Haus mit 
Cypressenholz und gutem Golde und mit Palmen und mit 
Ketten bekleidete, mögen ebenfalls die Deutung nur auf 
das Innere gestatten. Deutlicher ist aber schon Kap. 6. 
Vers 29. „Und an allen Wänden ringsher macht er ein- 
"geschnittene Arbeit mit Cherubs und Palmen und Blu- 
„men, innerhalb und ausserhalb," wobei denn an 
Ausführung solcher Arbeit in Stein, nach dem was sonst 
vorkommt, überall nicht zu denken ist. Damit stimmt 
auch Hesekiel 14, Vers 16. 17. überein, indem er aus- 
ausdrücklich alle Wände innerhalb und ausserhalb mit 
Hölzgetäfel belegt sieht, was hier wie bei den meisten 
Stellen seiner Vision nur eine Reminisceilz sein möchte. 
Auch ist endlich eine Stelle des Josephus (Antiqu.Lib.8. 
Cap. 3.) zu berücksichtigen; in Welcher er sagt: Zur 
Festigkeit des Tempels hätten nicht wenig beigetragen 
die Cederntafeln, welche innerhalb und ausserhalb an- 
gewendet, sich gegenseitig hielten und mit dicken Ketten 
unter einander verbunden Waren. In allem Genauern kann 
allerdings auf Josephus uncorrecte Beschreibung kein 
Gewicht gelegt werden, der äussere Zustand der WVand 
ist aber weniger dem Irrthume unterworfen, und um so
        

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