Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-837809
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Juden 
Zunächst die Frage nach dem M a t e ri a l der 
Mauern. In den biblischen Beschreibungen ist vielfältig 
rühmend von den verwendeten Steinen gesprochen. „Und 
„der König gebot, dass sie grosse und köstliche Steine 
„brachen, um den Grlmd des Hauses zu legen, gehauene 
„Steine." (1.Kön. 5, 17.) Diese Steine dienten nicht bloss 
zu Fundamenten; denn (l.Kön. 6, 7.) „das Haus ward in 
„seinem Bau von ganzen Steinen des Steinbruchs gebaut." 
Noch deutlicher heisst es gleich darauf (Vers9.) „Und 
„s0 baute er das Haus und deckte es mit Brettern 
„und Balken von Cedern." Dies scheint keinen Zweifel 
zu lassen, dass die Mauern ganz von Steinen und nur 
das Deckenwerk von Holz gewesen. Ebenso heisst es 
bei der Beschreibung der Königshäuser (Kap.7.Vers9.) 
„Solches alles waren köstliche Steine, vom Grund bis 
„an das Dach." (In der de Wette'schen Uebersetzung: 
„bis an die Kragsteineft) Dagegen unterstützen andere 
Gründe die zuerst von Stieglitz (in der Geschichte der 
Baukunst) ausgesprochene Ansicht, dass nur der Unter- 
bau des Tempels aus Quadern bestanden habe, die Wände 
aber (wenigstens zum Theil) aus Holz gespündet gewe- 
scn seien. Von dem innern Vorhofe des Tempels ist 
(Kap. 6. Vers 36.) ausdrücklich angeführt, dass er aus drei 
Reihen gehauener Steine, und einer Reihe von Cedern- 
balkexl gebaut gewesen. In Kap. 7. Vers 12. wird dasselbe 
von dem grossen Vorhof des Palastes gesagt, und dann 
hinzugesetzt: „Also war es auch mit dem innern Vor- 
„hofe des Hauses Jehovas und der Halle des Hausesß 
Wenn auch unter dem Worte „Halle" hier Zlllläßhst 
nur die Vorhalle verstanden ist , so war doch Ohne 
Zweifel die übrige Mauer (da die Vorhalle gleiche Breite 
mit dem Tempel selbst hatte und die Seitenwand des
        

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