Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-837710
Kunstrichtung. 
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XVEIPCH 
des 'l'empels schon 
die Cherubinn 
plastische Kunst- 
werke. 
Der Grund dieses Mangels, da er nicht ein so äusser- 
licher sein kann, muss also im Innern des N ationalcharakters 
liegen. In allen Aeusserungen desselben, namentlich auch 
in der Poesie können wir ihn erkennen. Grade das, was 
die Stärke, die Schönheit dieser Poesie ist, liess selbst 
den Gedanken, den Wunsch des äussern Bildes nicht 
aufkommen, und würde den Versuch, wenn man ihn hätte 
wagen wollen, vereitelt haben. Wir können es mit einem 
Worte aussprechen, ihre Phantasie ist zu bewegt, die 
Bewegung ist zu heftig, zu stark, zu kühn, um die ruhige 
Ausführung des plastischen Bildes zu gestatten. Jede 
bildliche Vorstellung, Welche der Seele vorgeführt wird, 
erweckt sogleich eine neue, Welche jene erste verdrängt; 
entweder diese genügt nicht völlig für den metaphorischen 
Zweck, und die zweite wird daher herbei gerufen, um 
sie zu ergänzen, oder sie erinnert durch die Vielseitig- 
keit ihrer Erscheinung an etwas anderes, das eine Be- 
ziehung auf den Gegenstand hat, und daher ebenfalls 
hervortritt und die erste Vorstellung verdunkelt. Fast 
jede Stelle der hebräischen Dichtungen giebt Beispiele 
dieses Hergangs. Selbst in der Chronik finden wir ihn. 
So heisst es in der Weissagung gegen Jerobeamzili) 
„Jehova wird Israel schlagen, dass es wanke wie ein 
"Rohr im Wasser, und wird Israel herausreissen aus 
ndiesem guten Lande, welches er ihren Völkern gegeben, 
"und wird sie zerstreuen jenseit des Stromes." Also 
Jehova wird Israel schlagen;  Israel ist personifieirt, 
als ein für den Schlag empfindliches Wesen gedacht. 
Die Wirkung des Schlages ist ndass es Wanke." Die 
König
        

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