Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-837616
Der 
Tempel. 
24-7 
Bei den übrigen Prachtbauten Salomons sind die 
Nachrichten i") noch dürftiger. An seinem Pallast baute 
der König dreizehn Jahre, also fast doppelt so lange, 
als an dem Tempel selbst; ausserdem errichtete er ein 
Haus vom Walde Libanon, bestehend aus einer Halle 
mit vier Reihen Cedernsäulen und vielleicht wegen dieses 
Säulenwaldes so benannt, und mehrere andere Hallen. 
Das Material der Säulen und der Balken wird überall als 
Cedernholz angegeben, auch die Steine werden gerühmt, 
indessen mit offenbar geringerer Bedeutung. 
Bei der Unvollständigkeit dieser Nachrichten ist 
unsere Kenntniss von der jüdischen Architektur auf den 
Tempel allein beschränkt, dessen Charakter uns, wie 
gesagt, alles Zweifelhaften im Einzelnen ungeachtet, 
wohl anschaulich ist. Es war ein Gebäude von massiger 
Grösse, von nicht unedlen, höchst bestimmten Verhält- 
nissen, aber ohne eigentlich architektonische Form und 
Gliederung. Die Wände aus drei Reihen Steine und einer 
Reihe Balken bestehend, konnten eine solche Form nicht 
gewähren, Säulenreihen wurden nicht angebracht. Die 
Bedeutung des Steines, als des schönsten Stoffes für 
architektonische Form, war offenbar völlig unbekannt. 
Zwar werden die wohlbehauenen Steine gerühmt, aber 
nur wegen ihrer Grösse und Kostbarkeit, immer in Ver- 
bindung mit den Grundlagen des Baues. Wo es auf 
Schmuck ankam, wurden die Säulen von Erz gegossen, 
die Steine durch "Holzbekleidung verdeckt. Sogar die 
'l'hürpfosten, Theile, bei welchen der Stein ein soviel 
vortheilhafteres Material gewährt hätte, waren von Holz. 
Die alte Beschreibung führt es ausdrücklich zum Preise 
an, dass man keine Steine sah "Ü. 
König 
Vers 
Ebend. 
Vers 
10a
        

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