Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-837576
Der 
Tempel. 
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schluss der Mauern, wahrscheinlich zehn Ellen, also die 
Hälfte der Breite des Hauptgebäudes  ihre innere 
Breite war aber verschieden, indem sie von unten nach 
oben zu zunahm, im untersten Stockwerke nur fünf, im 
mittlern sechs, im obersten sieben Ellen betrug. Eine 
eigenthümliche Einrichtung, welche dadurch entstand, 
dass am Hause sich rings umher Absätze befanden, wo- 
durch sich der Raum nach obenzu erweiterte. Zu den 
Mauern waren zwar köstliche grosse Steine verwendet, 
allein einige, ja vielleicht alle, bestanden nicht ganz aus 
diesem Material, sondern über drei Reihen Steine war 
eine Reihe von Cedernbalken angebracht. Jedenfalls sah 
man im Innern überall kein Steinwerk, sondern die Wände 
waren mit Brettern aus Cedernholz belegt, die Decken 
bestanden aus Cedernbalken, der Fussboden aus Cypres- 
senbrettern. An dem Cedernholz der Wände waren Pal- 
men , Cherubim und Coloquinthen eingeschnitten , und 
überall im Innern, in der Vorhalle sowohl wie in beiden 
Heiligthümern, Fussboden, WVände und Decke, durchweg 
mit Gold überzogen. Aus der Vorhalle gelangte man in 
das 'l'empelhaus durch zwei Flügelthüren von Cypressen- 
holz, die ebenfalls mit eingeschnittener Arbeit verziert 
und übergoldet waren. In dem Heiligen stand der Altar 
für die Rauchopfer, von Cedem und vergoldet, dann der 
goldene Tisch für die Schaubrode, endlich waren zu jeder 
Seite fünf goldene siebenarmige Leuchter aufgestellt, 
deren '70 Lampen an den Goldwänden ein blendendes 
Licht verbreiten mussten. 
Eine Zahl von kleinen, wahrscheinlich vergitterten 
Fenstern, welche sich in diesem Theile des Tempels be- 
fanden, diente daher wohl mehr um den Luftzug zu 
I-lesekiel.
        

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