Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-837560
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Juden. 
wurde 
die 
Zahl 
Höfe 
dieser 
durch 
eine 
besondere 
theilung für die Weiber, und durch einen äussersten Vorhof, 
den auch die Nichtjuden betreten durften, vermehrt. 
Im Priesterhofe vor dem Tempelhause selbst standen die 
zu den Brandopfern bestimmten Geräthschaften, der Altar, 
ohne Zweifel von Holz und mit Kupfer überzogen, dann 
zehn Stühle oder Gestelle von Kupfer, mit Löwen- Stier- 
und Cherubim-Figuren kunstreich verziert, welche Kessel 
zur Abwaschung der Opferthiere trugen, endlich das so 
genannte eherne Meer, ein gewaltiger Kessel, zehn Ellen 
im Durchmesser, dreissig im Umfange, fünf in der Höhe, 
getragen von zwölf ehernen Rindern, die mit den Köpfen 
nach Aussen standen, bestimmt zur Reinigung der Priester 
nach den Opfern. 
Das Tempelhaus selbst enthielt drei Haupttheile, die 
Vorhalle, das Haupthaus (das Heilige genannt) und das 
Allerheiligste. Alle drei Abtheilungen hatten die gleiche 
Breite von zwanzig Ellen, aber ungleiche Tiefe, die 
Vorhalle nur zehn, das Heilige vierzig, das Allerheiligste 
zwanzig Ellen. Dieses war auch nur zwanzig Ellen im 
Innern hoch, also eben so hoch wie breit und tief, ein 
vollkommener Kubus; das Heilige dagegen erhob sich 
bis zu dreissig Ellen, die Höhe der Vorhalle ist unge- 
wiss. Rings umher an den drei Seiten des Tempelhauses 
mit Ausschluss der Vorhalle liefen im Aeussern Seiten- 
gebäude mit kleinen Kammern, die ohne Zweifel zur 
Aufbewahrung der Tempelsehätze dienten. Drei Stock- 
werke solcher Kammern erhoben sich über einander, 
jedes wahrscheinlich von fünf Ellen Höhe. Eine Thür aus 
dem Innern des Heiligen bildete den Eingang in die un- 
tern, eine Wendeltreppe führte zu den obern Gemäehem. 
Die ganze Breite dieser Seitengebäude betrug mit Ein-
        

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