Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-837553
De_r 
Tempel. 
241 
Josephus sind wenig zu beachten, da er seine Kenntniss 
von jenem frühern Bau nur, wie wir, aus alten Berichten 
schöpfen, und dabei durch den Herodianischen Tempel, 
den er genau gekannt und dessen Zerstörung er erlebt 
hatte, leicht irre geleitet werden konnte. 
Jene alten Berichte über den Salomonischen Tempel 
nun sind , wie gesagt, nicht genügend, um das Detail 
der Form überall herzustellen, aber sie gewähren wohl 
eine Vorstellung von dem Charakter und Ausdruck des 
Ganzen. 
Auf 
etwas 
Grandioses 
und 
Prachtvolles 
war 
ES 
bei 
diesem Gebäude durchaus abgesehen. Edle Stoffe wurden 
mit gewaltigen Mitteln zum Theil aus entfernten Gegen- 
den herbei geschafft, Baumeister und Arbeiter aus der 
Fremde berufen. Wenn die biblischen Angaben genau 
sind, so leiteten mehr als dreitausend Aufseher die Arbeit 
von achtzigtausend Steinhauern und Zimmerleuten, die 
mit siebenzigtausend Handlangern in den Wäldern des 
Libanon beschäftigt waren, die erforderlichen (Jedem und 
Cypressen zu fällen und zuzurichten. Sieben Jahre lang 
währte der Bau, die Aussehmückung brauchte wahrschein- 
lich noch längere Zeit. 
Der Tempel stand im Westen der Stadt Jerusalem, 
auf dem Berge Moria, den gewaltige Grundmauern zu 
diesem Zwecke ebneten und zugänglich machten. Zwei 
Vorhöfe umgaben das Tempelhaus, der äussere für das 
Volk, der innere für die Priester. Die Seheidemauer beider 
Höfe war aus drei Reihen Steine und einer Reihe Cedern- 
balken errichtet. Eine, wahrscheinlich ähnliche Mauer 
umschloss den äussern Vorhof und enthielt Zellen zur 
Aufbewahrung von Vorräthen , zur vVohnung und zu 
Wachtzimmern für die dienstleistenden Leviten. Später
        

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