Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-837422
228 
Perser. 
zuzugeben scheinen. Ganz deutlich erkennen wir in ihnen 
die Deputationen der Völkerschaften des persischen 
Reiches, die dem Könige Geschenke bringen. Sie sind in 
Abtheilungen von 5 oder 6 Personen getheilt. Vorne geht 
jedesmal ein Hofbedienter, abwechselnd bald in persischer 
bald in medischer Tracht, mit einem Stabe in der Hand, 
dann folgt der Sprecher oder Führer der Gesandtschaft, 
mit leeren Händen, endlich mehrere Personen, gekleidet 
wie der Gesandte, aber Geschenke auf beiden Händen 
ehrfurchtsvoll tragend oder nach sich führend. Diese 
Geschenke bestellen in Stoffen, Pelzwerk, Schmucksachen, 
Früchten, endlich auch in Thieren, Pferden, Kameelen, 
Rindern, Maulthieren, Schafen. Man sieht jede Landschaft 
bringt, wie wir es auch sonst wissen, dem König das 
Eigenthümliche oder Beste ihrer Producte dar. Man zählt 
zwanzig solcher Völkerschaften, die in ihrer National- 
tracht verschieden dargestellt sind. Der weiten Ausdeh- 
nung des persichen Reiches gemäss sieht man sie höchst 
verschieden gekleidet, eine in Pelzwerk, eine andere nur 
mit einem leichten Schurz, die meisten in weiten Ge- 
wändern, andere in enganschliessenden, bei vielen erkennt 
man die langen und Weiten Hosen, Welche den Griechen 
und Römern an den Barbaren aufüelen. Unmittelbar an 
der Treppe sieht man Bewaffnete, bei jeder Stufe einen, 
den Speer in der Hand, den Bogen auf dem Rücken, in 
der weiten medischen Tracht, also offenbar die königliche 
Leibgarde, die Speerträger (Doryphoren) von denen wir 
geschichtlich wissen , aufgestellt bei dem feierlichen 
Empfange der Deputationen. 
Aehnlich sind die Wände der andern Gebäude ge- 
schmückt, und es scheint, dass die Bildwerke überall 
auf die Bestimmung der Räume hinweisen. So Sieht man
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.