Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-837380
Perser. 
mit dem vielsätlligen Raume, der in den ägyptischen 
Tempeln stets eine Vorhalle ausmacht, hier aber im 
Inneren vorkommt, und also auch in ganz anderer Be- 
deutung angewendet ist. 
Eher ist es denkbar, dass gewisse architektonische 
Formen, welche bei den ältern vorderasiatischen Völkern 
einheimisch waren, auf die Details des persischen Styls 
wie auf die des griechisch-ionischen Einfluss gehabt 
haben mögen, wodurch sich denn manche Uebereinstim- 
mungen beider, in der Volutenform der Kapitale, in der 
Basis und Säule, erklären würden. Die Wahrnehmungen 
neuerer Reisendenä") in Kleinasien scheinen auf einen 
solchen Zusammenhang; hinzudeutexi, und haben wir noch 
nähere Aufklärung darüber von weitern Forschungen zu 
erwarten. Wenn aber auch solche Einzelheiten von an- 
deren Nationen entlehnt sein mögen, da ja, wie Herodot 
berichtet, die Perser höchst geneigt waren, Fremdes 
anzunehmen, so bleibt doch das Charakteristische der 
Anlage, das Terrassenförmige, den Persern oder vielleicht 
dem ganzen Stamme der Zendvölker eigenthülnlich. 
Ausser den Bauten von Tschil-minar sind noch an 
einigen Stellen Fragmente persischer Architektur erhalten, 
im Thale von Kongaver Ruinen eines grossen Gebäudes 
mit Säulen, wie jene in Persepolis mit dem Lotoskelche 
und den Schnecken am Kapitale, bei Bisutun, WO wir, 
neben Felssculpturen und Marmorpfeilern, noch eine ähn- 
liche Plattform, wie dort, erkennen M). Auch die Beschrei- 
bung, welche Herodot von der Burg zu Ekbatana in 
 Lenke, Fellow, Texier, Steuart. Sie werden weiter 
unten in der ersten Epoche der griechischen KllllSl "aber erwallnt 
werden. 
Ritter 
346. 
350.
        

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