Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-837367
222 
Perser. 
erscheint es sehr ausgebildet und in einer auffallenden 
Aehnlichkeit mit dem Gebälk des ionisch-griechischen 
Styls. Der Hauptbalken ist ganz wie der ionische Ar- 
chitrav in drei überspringende Streifen eingetheilt. Dar- 
über ruht der obere Balken auf kleinen Klötzchen, die 
den Zahnschnitten des ionischen Styls sehr ähnlich sehen. 
Ueber diesem endlich ist ein breiter Fries, der mit Bild- 
werk, einer Reihe von Hunden i?) verziert ist, und durch 
sein Verhältniss, auch an den griechischen Fries erinnert, 
wenn er gleich nicht die Stelle desselben einnimmt. Die 
Thüren dagegen haben eher ägyptische Form, indem über 
dem völlig senkrechten 'l'hürgerüste ein Gesims in Form 
einer Hohlkehle ruht. 
So 
weit wir 
illlS 
den 
erhaltenen Bruchstücken 
urthei- 
len können, waren diese kleineren Theile keinesweges den 
luftigen Verhältnissen der Anlage entsprechend, weder 
zierlich noch harmonisch; sie scheinen vielmehr etwas 
Sprödes und Willkürliches gehabt zu haben, leichte und 
schwankend geformte Theile, wo es auf Solidität des 
tragenden Gliedes ankam, und dann wieder schwere und 
überhängende. 
In dem Grundrisse der einzelnen Baulichkeiteil scheint 
die quadratische Form vorzuherrschen. Eine solche haben 
die Wläntle des anscheinend zu feierlichen Audienzen 
bestimmten Saales. Zweimal finden sich auch vielsäulige 
Räume (ähnlich wie wir sie später als einen notlnven- 
digeu Theil in den grössern ägyptischen Tempelbauten 
kennen lernen werden) von sechsunddreissig im Quadrat 
gestellten Säulen. Indessen sind "daneben auch längliche 
Säulengänge. 
Oder 
Sticren , 
denn 
(lafür 
halten 
sie 
Reisen 
llCllCTll 
die 
111011.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.