Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-837285
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Perser. 
in der Gegend von Blerdasht. Hier stand die Königsburg 
der Perser, welche die Griechen Persepolis nennen, 
und die Alexander im trunkenen Uebermuthe in Flammen 
setzte, hier sind auch die Grabmäler der spätem Perser- 
könige erhalten, vollkommen übereinstimmend mit den 
Beschreibungen der alten Schriftsteller. „An der Ostseite 
„der Burg von Persepolis, erzählt Diodor, „ist ein Berg, 
„den man den Königsberg nennt, in welchem die Gräber 
„der Könige sind. Der Fels ist dort ausgehauen, und 
„enthält mehrere Kammern. Es giebt aber zu ihnen gar 
"keinen durch die Kunst bereiteten Eingang, sondern die 
"Särge werden durch Maschinen in die Höhe gewunden 
"und hinein gebracht." Ein anderer Grieche 4') berichtet 
von dem Grabmal des Darius Hystaspis, das derselbe 
sich bei seinem Leben gründete. „Seine Anverwandten 
"wollten es sehen, aber die Priester, welche sie hinauf 
"zogen, wurden von einem Schrecken ergriffen und liessen 
„die Stricke los, so dass jene herunter stürzten und star- 
„ben. Darüber war Darius sehr betrübt und liess den 
„Priestern, es Waren ihrer vierzig, die Köpfe abhauen." 
Diesen Königsberg und die Grabmäler der persischen 
Herrscher haben wir hier gefunden. Sie liegen nicht dicht 
beisammen, zwei derselben nämlich sind nahe bei den 
bedeutenden Ruinen von 'l'schiln1inar, von denen unten 
mehr zu sprechen ist, vier andere aber etwa anderthalb 
Meilen davon entfernt, an einer Stelle, WO auch grosse 
Denkmäler der Sassanidenfiirsten in den Fels gehauen 
sind, und die nach diesen, mit Beziehung auf den ritter- 
lichen Nationalhelrleil Rustam, Nakschi-Rustam genannt 
wird. Ein unvollendetes ähnliches Denkmal liegt zwischen 
beiden Plätzen. Alle diese Grabmäler sind blosse in den 
Pholiv 
Ktesias bei
        

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