Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-837151
Baukunst. 
201 
der Gestirne 
und 
das 
hohe Gebäude diente den Chaldäern 
oder 
Priestern 
als 
Observatorium. 
Auch die königliche Burg War von erstaunlichem 
Umfange. An sie schlossen sich die berühmten hängen- 
den Gärten an, der Beschreibung zufolge Terrassen, 
in mehreren, vielleicht sechs Absätzen übereinander, 
deren innere Räume hohl und als kühle Gange oder Ge- 
mächer eingerichtet waren. Durch diese Einrichtung 
schwebten dann die Gärten, wenigstens über dem mitt- 
lern Theile dieser untern Räume, in der Luft. Aus den 
ausführlichen Angaben Diodors ergiebt sich, dass die 
Bedeckung dieser Räume eine horizontale war; "ohnehin 
lässt sich nicht glauben, dass die Babylonier schon die 
Kunst des Wölbens kannten, die selbst den Griechen 
noch fremd war. Die Decke der ohne Zweifel sehr schma- 
len Gange bestand aus steinernen Balken, über welchen 
mehrere Lagen von Schilf und Erdpech, Ziegeln und 
Bleiplatten angebracht, worauf dann erst die Gartenerde 
ruhete. In einem Zeitalter, das die Kunst des Wölbens 
nicht kannte, musste eine so sorgfältige Vorrichtung und 
schon der Gedanke künstlicher, nicht im festen Zusam- 
menhange mit dem untern Boden stehender Gärten höchst 
wunderbar erscheinen, und wir begreifen, wie dieser 
kühne und wahrscheinlich zugleich liebliche und üppige 
Lustgarten so weit berühmt werden konnte. 
Von dem Styl dieser Bauten können wir nichts 
Näheres angeben, und sind auf wenige und allgemeine 
Schlüsse beschränkt. Bei dem Mangel an Bruchsteinen 
und der ursprünglichen und ausschliesslichen Anwendung 
von Ziegeln konnten zartere Details, feinere Gliederung 
schwerlich aufkommen. Zumal bei so massenhaften Ver- 
hältuissen , 
und 
da 
die 
terrasseniörnxige 
und 
thurlnartige
        

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