Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-837003
Indien. 
Antilopen liegen unter seinem Schatten, und das Weib- 
chen reibt sich sanft die Stirne am Horn des Männchens. 
Noch zartere Landschaftsschilderungen , wenn auch 
ohne Beziehung auf Gemälde, finden sich in einem spä- 
tern Drama aus dem achten Jahrhundert unserer Zeit 
rechnnng. Hier heisst es: 
Die Dännnerulng hängt im Westen 
Und an dem Saum des l-lorizontes stiehlt 
wie Tanulla Blüthen 
Die Dunkelheit sich 
Entlang; verschwunden sind der Erde Gränzen 
Als wären sie von Wasser überfluthet. u. s. w. 
An einer andern Stelle wird die Aussicht 
Gebirges beschrieben: 
des Vindhya- 
Thäler 
Wie weit dehnt sich die Aussicht! Berg nnd 
Und Städte, Dörfer, Wälder, helle Ströme! 
Dort wo der Para sich und Sindhu Windeln, 
Erscheinen Padnavatis Thünne, Tempel, 
Hallen und Thore in der Flutlt verkehrt, 
Gleich einer Stadt, die aus dem Himmel ward 
in die 
Herabgexxmrfexl 
Silberwellen. 
Auch die Vergleichungen der Frauen mit den Licht- 
erscheinungen des Himmels zeigen oft eine grosse 
Empfänglichkeit für diese. Wir finden daher eine sehr 
entschiedene Richtung des Sinnes auf die malerische 
Schönheit in der Natur, mehr als bei andern alten Völ- 
kern, wie sie uns im Laufe der Geschichte vielleicht 
nicht eher, als bei den christlich germanischen Stämmen 
wieder vorkommt. Dennoch bleibt es zweifelhaft, ob 
"Ü Aus dem Drama Malahi und Madhava oder die heimliche 
Heirath von Bhavabhuti, im Theater der Hindus Th. Il. Es frag: 
sich "ncrdmgs: 0b der englische Uebersetzer das Bild nicht einiger- 
maasscn geschmückt hat. 
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.