Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-836772
Pagoden 
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und der All Einheit, und es ist daher begreiflich, dass 
die indische Architektur, als sie die Fclsengrotten ver- 
liess, aus der lllannigfaltigkeit ihrer Formen grade diese, 
die vollste und schwerste, welche am meisten auch in 
der eigentlichen Baukunst das N aturelement erhält, adop- 
tirte. Es mag indessen sein, dass es dem Charakter der 
Hindus zusagte, den Formen und Verhältnissen symboli- 
sche Beziehungen zu geben. An den Pallästen, die im 
Ramayana und noch in den dramatischen Gedichten be- 
schrieben sind, und bei erhaltenen Tempeln iindet sich 
bei den Vorhöfenydie Zahl sieben oft bemerkt, und es 
scheint nicht unwahrscheinlich, dass damit eine Anspie- 
lung auf die sieben Planetenhimmel gegeben sei, durch 
welche man zum Allerheiligsten oder zum Pallaste als 
dem wirklichen Himmel gelangte  
Die 
eigentlichen 
Bauwerke. 
bei 
An eine chronologische Geschichte 
den Indern ist noch nicht zu denken. 
der Architektur 
Aus der bereits 
erwähnten Beschreibung einer Stadt im Ramayana wissen 
wir, dass schon in jener alten Zeit , ein Jahrtausend vor 
unserer Zeitrechnung, eine blühende prachtvolle Baukunst 
existirte. Allein es ist kaum zu vermuthen, dass sich be- 
deutende Monumente von so hohem Alter erhalten haben. 
Das Klima von Indien, ist der Erhaltung der Gebäude 
keinesweges in dem Maasse günstig wie andere südliche 
Gegenden. Der Wechsel der glühenden Sonnenhitze und 
des dreilnonatlicheil Regens befördert die Aufldsung des 
Kitts und die Verwitterung des Steines. Mächtige Pflan- 
zen drängen sich zwischen die Fugen, nalnenltlich der 
heilig geachtete und deshalb geschonte Feigenbaum senkt 
Bohlen 
104.
        

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