Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-836749
l 60 
Indische 
Architektur. 
thümer sollen übrigens nicht aus sehr alter Zeit, sondern 
erst aus der Zeit unseres Mittelalters (etwa von 1100 bis 
1300) herrühren  
Weniger prachtvoll sind die zahlreichen ähnlichen 
Heiligthümer der hinterasiatischen Halbinsel, aber dafür 
von bedeutender Grösse. Im Reiche der Birmanen, im 
Siam und Pepu sind durchweg solche compacten Pyra- 
miden , auf terasseilförmigen Erhöhungen stehend, mit 
der Kuppel und dem obern Schirm, die lelauptzierde der 
der Tempel. Bisweilen nimmt der Durchmesser dieser 
Kuppeln abwechselnd ab und zu, so dass eine von ihrer 
Basis bis zur Spitze gehende Linie eine concave oder 
eine wellenförmige Krümmung darstellen würde. Die 
grössten dieser Pyramiden sind die ShoeDagon bei Ran- 
goon im Birmanenreiche und die Shoe madou in Pugu, 
beide reich mit Goldplatten bedeckt. Diese grossen Py- 
ramiden sind dann mit vielen kleinen Tempeln und Prie- 
sterwohnungen, so wie mit Colonnaden zum Aufenthalt 
für die zahlreichen Wallfahrer umgeben. Das Alter dieser 
kolossalen Bauten ist ungewiss, die Priester setzen ihre 
Entstehung in eine entfernte Zeit, sie sprechen von 2300 
Jahren  
Auch diese pyramidalischen Heiligthülner sind also 
nicht eigentliche Bauten, weil sie keine oder doch nur 
unbedeutende innere Räume haben. Ihre Errichtung hat 
daher etwas Räthselhaftes. Oft mögen Reliquien in ihnen 
verborgen sein, wie man es in den 'l'ope's von Manikyala 
gefunden hat. Ceylonesische Annalen erzählen von ihren 
a) S. Raffles, history of Java. John Crawford in den Trans- 
actions of the litt. soc. of Bombay II. S. 154. W. v. Humboldt 
über die Kawi Sprache S. 117 ff. 
RiHer V. 
171 
181. 
Humboldt 
148 ff.
        

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