Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-835075
XIII 
herkömmlich als eine zweifelhafte behandelt wird, ist 
eigentlich schon entschieden, so manche andere, obgleich 
noch ihrer Lösung entgegen sehend und von grossem 
Interesse, kann doch keinen wesentlichen Einfluss auf 
die Gestaltimg der Kunstgeschichte im Ganzen haben. 
Ob wirklich einige vereinzelte byzantinische Arbeiter im 
zehnten und eilften Jahrhundert nach Deutschland ge- 
langten, die Nachwirkung, welche sie ausübten, müsste 
an den grossen Monumenten sichtbar sein, wenn Gewicht 
darauf zu legen wäre. Die Siegelkunde mag manche 
interessanten Daten liefern, im Ganzen aber war diese, 
so vielen Zufälligkeiten unterworfene Technik zu einer 
Rückwirkung auf die grösseren Werke und auf die Prin- 
cipien zu schwach. Mit grosser Begierde sehe ich der 
von WVa a g cn verheissenen Geschichte der Miniaturmalerei 
im Mittelalter entgegen; aber auch sie wird mehr Auf! 
Schlüsse über den Wechsel des Vorganges und der 
Nachfolge der einzelnen, eng verbundenen Völker liefern, 
als die Gesammtgeschichte wesentlich umgestalten. Das- 
selbe gilt sogar von der Frage , ob das conseqlleniß 
System des gothischen Baues in Frankreich erfunden und 
von da aus verbreitet, oder ob es aus verwandten Ele- 
menten und gleicher Geistesrichtung an mehreren Orten 
unabhängig ausgebildet sei. Mit einem AWorte, die 
Schattenpartien des Gesammtbildes werden hin und wieder 
mehr erhellt werden, die grossen Lichtmassen dagegen 
sind schon jetzt völlig deutlich. Auf diese hellbeleuch- 
teten Stellen ist aber das eigentlich kunsthistorische In- 
teresse vorzugsweise gewiesen. 
Sogar da, wo noch wirklich erhebliche Lücken der 
Geschichte vorhanden sind, schien mir die vorbereitende 
und einleitende Auffassung, welche ich beabsichtigte,
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.