Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-836540
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Indische 
Architektur. 
nicht bloss durch die Bildwerke, sondern durch den Styl 
der Architektur, die in allen buddhistischen Denkmälern 
einfacher und regelmässiger ist. Die bei der Stadt Baug 
in derselben Gegend entdeckten vier grossen Grotten- 
tempel mit mehreren Seitengemächern, scheinen ebenfalls 
buddhistisch, indem sich darin keine Spuren der Brahma- 
nischen Mythologie, keine ihrer vielgliedrigen Idole fin- 
den m). Endlich findet sich noch ganz im Norden, auf 
der Westseite des Indus, also schon nicht mehr im eigent- 
lichen Indien, sondern im Hindu-Klaus, in dem Zwischen- 
lande von Indien und Persien, ein höchst merkwürdiger 
Grottenbau, der von Bamyan, nicht weit entfernt von 
Kabul w). Hier erregen schon seit Jahrhunderten zwei 
kolossale Gestalten, in den Felsen gehauen, in Nischen, 
von Malereien umgeben, die eine wohl 120 Fuss, die 
andere etwa halb so hoch, den Zorn der rechtgläubigen 
Moslem auf ihren Durchzügen nach Indien. Die Vorüber- 
ziehenden hielten es für Pflicht, die Götzenbilder wenig- 
stens durch ein paar Schüsse zu verletzen; Kaiser 
Aurengzeb am Ende des 17. Jahrhunderts, liess sogar die 
unteren Theile mit Kanonen zerstören, die oberen trotz- 
ten dem Angriffe. In diesem Zustande fand sie auch 
noch der neueste Reisende, die Kopfe mit breiten Lippen 
und herabhängenden Ohren, der Körper nicht nackt, son- 
dern mit einem Stuccogewande bekleidet, die Zeichnung; 
überhaupt roh. Die Sage der Muselmänner erkennt in der 
kleinem Gestalt ein Weib, hält beide für das erste 
Menschenpaar, deren Grab denn auch in der Nähe sei, 
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