Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-836534
Grottentclnpel. 
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mit riesigen Buddhafiguren und anderen Gestalten, die, 
mit glänzenden Farben bemalt, hell leuchten. Sie dienen 
noch jetzt zum Cultus der Buddhapriester und sollen in 
grossen und imponirenden Verhältnissen gearbeitet Seim"). 
Rohcre Arbeiten scheinen die Grotten unfern 'l'aifo 
an der 'l'uronbay in Coehinchina und die bei Malmeirl, 
der Birmanischeil Stadt Martabar, zu sein, beide noch 
jetzt v0nEinsiedlern und Priestern bewohnt und mit 
'l'ausenden von kolossaleil Geautama-Buddha-Bildern ge- 
schmückt  
S0 weit erstrecken sich also diese Grottenwerke 
südlich und östlich von jener Gegend, in welcher sie 
hauptsächlich vorkommen. Aber auch weiter nach Europa 
zu, gegen Norden und Westen, linden sich dergleichen. 
Noch im Dekan anl obern Laufe des Mahanadi liegen 
zwei Gruppen solcher Höhlentempel, unfern des Dorfes 
Marra, in einer jetzt. von den wilden Gonds bewohnten 
Gegend, die einst der Sitz einer höhern Cllltllf war. 
Bedeutender sind die Grotten in Malva (Central-Indien) 
zu Dhumnar und Bang. Bei Dhumnar ist wieder eine 
ganze 'l'roglodytenstadt, Höhlen und Grotten in grosser 
Zahl, Corridore, 'l'reppen, Bogen und Brücken; in einem 
vierseitigen, durch Excavatioil der Felsen gebildeten 
Hofraum ein Tempel aus dem stehen gebliebenen Felsen, 
der durch seine Grösse und Seulpturen in Erstaunen setzt. 
Ein Theil der Höhlen ist dem Siva und Vischnu gewid- 
met, ein anderer dem Buddha, beide unterscheiden sich 
ä) Ritter VI. S. 255. Nach einer für sicher 
richt soll ein grosser Theil dieser Grottenfempcl u: 
ausgeführt sein. Stuhr, die Beligionssystelaxe der 
des Orients. S. 287. 
gehaltenen Nach- 
ü ü. J. 300 v. Chr. 
heidnischen Völker 
und Tüh. 
Mallcohn. 
M) s. ebcnd. IV. s. 1002 
nach Berichten des Missionars 
Kunslblatt 
V Oll 
1837. 
95
        

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