Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-836522
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Indische 
Archijektur. 
in demselben Gebirge, iißrerhältnissmässiger Nähe, be- 
zeugen, dass hier der Hauptsitz jenes unbekannten, kunst- 
Ileissigen Volkes war, von dem die schönsten Felsen- 
bauten des indischen Alterthums herrühren. 
Im 
Süden 
des 
Dekan 
ist 
lllll" 
ein 
Werk 
Art: 
dieser 
aber von grosser Bedeutung, die Felsenstadt der s. g. 
sieben Pagoden, gewöhnlich? Maha-bali- pur d. h. die 
Stadt des grossen Bali, wie man jetzt vermuthet richtiger 
Maha-malai-pur d. h. die Stadt des grossen Berges ge- 
nannt k). Ungefähr eine Stunde nördlich von Madras an 
der Koromandelküste, wo der Fels unmittelbar an das 
Meer reicht, bemerkten die Schiffer schon längst einzelne 
Steinsäulen im VVasser, aus Quadern gemauert, mit 
Sculpturen ziemlich roh verziert. Nach diesen ilannten 
sie die Stelle die der sieben Pagoden. Die meisten hat 
seitdem die Fluth zerstört, nur eine dieser Pyramiden 
steht noch. Sie sind aber auch nur Ankündigungen der 
kolossalen Werke, welche sich in dem Felsberge der 
Küste selbst finden, nicht wie jene Pyramiden aus Quadern 
gebaut, sondern in den Eels gehauen. Auch hier Wieder 
grosse Grotten, Säulenhallen, Monolitheiltempel, kleinere 
Gemächer, Treppen und Bassins wie in Ellora, zahllose 
Seulpturen, in etwas kleinerem Maassstabe und von min- 
derer Schönheit wie dort, dem Cultus des Vischnu und 
Siva angehörig, unbekannte Insehriften dazwischen. Es 
ist eine ganze Königsstadt oder doch ein kolossales Hei- 
ligthnm, Welches diese einsame Küste bedeckt. 
Auch in den indischen Nebenländern fehlen solche 
Grottentempel nicht. ganz. Auf der Insel Ceylon finden 
sich sehr bedeutende , nanlentlich bei Dambula galle 
vier Hauptgrotten von bedeutender Grösse, geschmückt 
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