Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-836502
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Indische 
Architektur. 
Verdienst suchen, einer unreinen Caste, den Dhairs," zu- 
geschrieben, und deshalb Dherwara genannt. Eine andere 
aber, Bisma Kurm (Visva carnla), steht nicht in so schlech- 
tem Rufe. In einer dritten, die sie Dus Awtar, die zehn 
Incarnalionen, benennen, finden sich sogar Bildwerke des 
Brahmacultus mit buddhistischen neben einander  Wie 
diese nahe Verbindung der jetzt so feindlichen Secten 
des Siva und Buddha zu erklären ist, 0b diese Bauten 
älter sind als die Trennung beider Lehren, oder 0b nach 
derselben die Buddhisten mächtig genug waren, um neben 
den Brahmadienern auch ihren Theil an dem Götterberge 
zu behaupten, muss dahin gestellt bleiben, bis weitere 
Forschungen darüber Licht verbreiten. Jedenfalls können 
diese unermesslichen Bauten nur das WVerk vieler Tau- 
sende von Arbeitern und Künstlern, ja eines ganzen 
Volkes von Steinhauern, und mehrerer Jahrhunderte ge- 
wesen sein. Die Beobachter wollen an ihnen auch einen 
sehulmässigen Fortschritt vom Rollen zum Vollendetern 
bemerkt haben, so dass sie einer langen Periode ununter- 
brochener künstlerischer Entwickelung angehören. Aber 
die Zeit und das Volk, den Namen des Erbauer-s oder 
der Beherrscaher, selbst. des Priestergeschlechtes, das 
hier so lllächtiges hervorrufen konnte, nennt keine Ge. 
schichte, sogar die sonst überall so geschäftige 'l'raditi0n 
schweigt (iarüber. 
Die Sculpturen, besonders die der (zentralen, dem 
Brahmacultus ausschliesslich angehörigen 'l'empelgruppen, 
sollen zum 'l'heil des griechischen Meissels nicht ganz 
unwürdig sein, aber, „die "phantastische Architektur erfüllt 
.,nicht mit dem Gefühl des WVohlbehageims und Schönen, 
in lndia et 
24. 
S. Views 
ll. S. 18. 
h y 
(fapt 
Elliot. 
London.
        

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