Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-836467
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Indische 
Architektur. 
und 
Grotten zu Carli, Mhar, bei NassulgyAjayanti, un 
sonders die bewunderten Tempel von Ellora. 
Unsere Kunde von diesen Bauten ist noch zu 
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die Schwierigkeit des Besuchs und der Umfang zu gross, 
als dass wir schon vollständige Kenntniss davon besitzen 
könnten, indessen fehlt es nicht an Beschreibungen und 
Kupferwerken, Welche uns das Wesentlichste davon mit- 
theilen. 
Die erste Nachricht erhielten die Europäer von dem 
Felsentempel auf Elephante, einer Insel ohnweitßombay, 
der die Portugiesen, wegen eines daraufsichtbaren Ele- 
phantenbildes, diesen Namen gaben. Die Hauptgrotte, der 
noch andere Gemächer zur Seite liegen, ist fast ein 
Quadrat von 130 Fuss; 24 Pfeiler stützen das Felsdach, 
auf welchem der Berg lastet. Drei Seiten haben Eingänge 
und Vorhallen, auf der vierten, dem Haupteingange ge- 
genüber, ist das kolossale Brustbild einer dreiköpfigen 
Gestalt, 15 Fuss hoch, Wahrscheinlich der indischen 
Dreieinigkeit, Brahma, Visehnu und Siva. Auch die an- 
dern Wände sind mit kolossalen Sculpturen bedeckt, die 
sich sämmtlieh auf den Sivacultus beziehen. Die Höhe 
ist nach Verhältniss des Raumes sehr gering, nur 16 bis 
17' Fuss, die Pfeiler, von seltsamer Gestalt, schwerfällig. 
mit breit hervorsehwellenden Kapitälen. Das Ganze setzt 
in Erstaunen, es erdrückt und macht stumme). 
Auf der benachbarten Insel Salsette finden sich ähn- 
liche Grottentempel 
Kennery, wo eine 
an mehreren Stellen, besonders bei 
ganze Troglodytenstadt gewesen zu 
 S. ausser der Beschreibung in Niebuhüs Reisewerke, die, 
rücksichts der Sculpturen vorzuziehenden, Abbildungen, Welche Erskine 
in den 'l'ransactions of the lit. Soc. of Bonlbay. Vul. l. S. 198-250 
miigethßilt hat.
        

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