Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-836280
114- 
Indien. 
erlangen wollen. Viele von ihnen wohnen an heiligen 
Stätten, andere ziehen im Lande umher, nackt, verwil- 
dert, kaum mehr einem menschlichen Wesen ähnlich. 
Ueberhaupt ist die Ansicht, dass man sich durch 
sinnliche Entbehrungen oder körperliche Schmerzen, ja 
sogar durch Selbstaufopferung ein Verdienst erwerbe, 
allgemein verbreitet; sie wird die Quelle der auffal- 
lendsten, unser europäisches Gefühl empörenden Hand- 
lungen. Bei jeder öffentlichen Prozession sieht man Ein- 
zelne, die, als Opfer mit Blumen geschmückt, sich mit 
glühenden Eisen brennen, sich Stücke Fleisch ausreissen, 
oder sich an einem Haken bis zum Tode schwingen las- 
sen. In einigen Gegenden lassen sich die Devoten nicht 
selten zur Ehre des Gottes lebendig begrabeni), bei 
gewissen Heiligthümern stürzen sie sich vom Felsen in 
die tiefe Schlucht des brausenden Flusses "Ü, oder werfen 
sich unter die Räder des Götzenwagens, um davon zer- 
malmt zu werden""). Nimmt der Gott das Opfer nicht 
an, so ist dies ein Zeichen des Verworfenseins. Bei 
Gagotri im Hochgebirge nahe am Ursprunge des Ganges 
suchen die Pilger in das unzugängliche Gebiet der Schnee- 
region, wo die heilige Quelle entspringt, zu dringen und 
hier sich vom Felsen zu stürzen; Wer aber auf dem 
Wege ermattet, oder vor der grausigen Tiefe zurück 
bebt, der ist verworfen; die Bergbewohner steinigen 
ihn-r). Auch der Sterbende auf seinem Lager ruft nach 
Gangesschlamm, dass die Seinigen ihm den Mund damit 
623. 
bei Ongkar Mandatta 
M) Am Chalnbul, am Nerbudda, b 
Ebeml. S. 803; 595. 
 In Jagernaut und in Hughly. 
in Hurdwan 
Ebend. 
1202. 
Ritter a. 
Ill. 
946.
        

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