Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Geschichte der bildenden Künste bei den Alten: Die Völker des Orients
Person:
Schnaase, Carl
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-834627
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-836104
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Einleitung. 
und verstanden werden können, genügt schon ein mässi- 
ger Kreis, um die charakteristischen Flrschreinungen der 
bildenden Künste zu gruppiren. Ihre Regeln sind einfacher; 
die festen unwandelbarerl Grundzüge der Kunst wie des 
sittlichen Gefühls sind in ihnen niedergelegt. VVenn in 
den andern Künsten die feinern geistigen Eigenthümlich- 
keiten, die Ausbildung des Gedankens und der Subjec- 
tivität in höherm Grade entwickelt oder stoifartig aus- 
gesprochen sind, so hat dagegen das Feste, Bleibende, 
Allgemeine mehr in den bildenden Künsten seinen Aus- 
druck. In diesen herrcht das demokratische, in jenen das 
aristokratische Element vor. Selbst in der Malerei, die 
unter den bildenden Künsten, sich am meisten der Poesie 
nähert, auf subjective Gefühle eingeht und ihnen Raum 
giebt, ist ein gewisses Gemeinmaass gegeben; die höchste 
Steigerung der Heldengrösse und die feinsten Schattirun- 
gen getheilter Gefühle sind ihr versagt. Die Geschichte 
der bildenden Künste, ein Segment der Kunstgeschichte 
überhaupt, dürfte daher früher sieh zu einem Ganzen 
gestalten und schon jetzt, so viele nähere Bestimmungen 
und Berichtigungen sie auch noch zu erwarten hat. in 
ihren Grundzügen klar und bleibend hingestellt werden 
können.
        

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