Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei (Nebst Register über alle drei Theile)
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1047000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1047912
Bologna. 
Die Mezzaratta. 
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Und dieselbe Behandlungsweise, dieselbe Talentlosigkcit bleibt das 
Merkmal der Schule bis über die Mitte des XV. Jahrh. hinaus. Von 
diesen lifiadonnen- und Cruciiixmalern werden hauptsächlich genannt: 
Lippo di Dalmasio. Servi, eine der hintersten Cap. des Chor-a 
umganges: Mad. mit SS. Cosmas und Damian; in derselben Kirche 
noch mehrere alte Madonnen von verschiedenen Händen. 
Simone da. Bologna. In der vierten jener sieben Kirchen zub 
S. Stefano (S. Pietro e Paolo) rechts neben dem Chor: ein Crucifi- 
xus;  in der siebenten (S. Trinitä) an einem Pfeiler: S. Ursula. mit 
ihren Gefährten. (In der ersten dieser Kirchen, beiläufig gesagt, Fres- 
ken der Kreuztrngung  links im Chor, und der Kreuzigung  auf 
dem Hochaltar, von einem auch der Herkunft nach unbekannten Ma- 
ler des XV. Jahrh.)  In einem Gang an der siebenten Isiirche: An- 
zahl kleiner altbolognes. Bilder.)  In S. Giacomo maggiore, drittee 
Cap. des Chorumganges rechts: Simone's bester Oruciüxus, datirt 1370. 
Einzelnes in der Pinacoteca. d 
J ac obus Pauli (den man in Bologna beharrlich mit dem unten 
zu nennenden Giacomo dkivanzo identiiicirt). Mehreres in der Pins-ß 
coteca;  an dem grossen Altar in S. Giac. maggx, dritte Cap. desf 
Chorumgnngs, rechts, ist von ihm die Krönung lllariä. 
Die einzige Kirche, in der eine grössere Reihe von Fresken der 
Schule erhalten ist, liegt vor Porta Castiglione auf dem Wege zur 
Villa Aldini 5 es ist die Mad. della. Mezzaratta. Hier sieht man, ge-g 
genwärtig gewissenhaft gereinigt und zugänglich gemacht, Malereien 
von Vitale (das Presepio), J acobus (wahrscheinlich Jac. Panli, 
u. a. der Teich von Bethesda. und die Geschichte Josephs), Simone 
(der Kranke, welcher durch das Dach hereingelassen wird) Christo- 
foro oder Lorenzo (Geschichten des Moses) etc. etc. Der Durch- 
schnitt ist beträchtlich besser als in den 'I'afelbildern. 
In S. Petronio enthält die 4. Oap. links unbedeutende Wandfres- h 
ken (etwa um 1400), dem Buffelmaco oder gar dem Vitale zugeschrie- 
ben; beides chronologisch unmöglich. Der Maler hat z. B. in seinem 
Weltgericht schon begreiflicher und wirklicher sein Wollen als 01'- 
Cagna; seine Heiligen sitzen auf zwölf Reihen Bänken zu beiden Seifen 
Christi, gleichsam ein Concil bildend. (Nenerlieh dem Simonc beige- 
legt.)  Die beiden Fresken in der ersten Capelle links sind gering,i
        

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