Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei (Nebst Register über alle drei Theile)
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1047000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1047660
756 
Malerei des germanischen Styles. 
Giotto und Schule. 
a In der Cap. des heil. Martinus die Geschichten dieses Heiligen, 
in zehn Bildern, angeblich von Puccio Capanna. 
Über der Kanzel: Krönung Mariü, von Giottino, welchem noch 
mehreres Einzelne angehört 1). 
1, In S. Ohiara: an den vier Feldern des Kreuzgewölbes je zwei 
heil. Frauen unter Baldachinen, von Engeln umgeben; von Giottino. 
 ROM. 
c In S. Peter, an der Innenseite der Fassade: die Navicella, ur- 
sprünglich eine Composition Giotto's, allein durch mehrmalige Er- 
neuerung, ja. ganz neue Zusammensetzung des Mosaikes in moderne 
Formenbildung übersetzt. 
d In der Stanze capitolare der Sacristei: Auseinander genommene 
Tafeln eines Altarwerkes von Giotto. 
e Im Vatican die schon (S3 739, b) genannte Sammlung älterer 
Bilder beim Museo cristiano. 
f Im Lateran: an einem der ersten Pfeiler des äussersten Neben- 
Schiffes rechts: gerettetes Freseofragment Giottrfs: Bonifaz VIII 
die Indulgenzbulle des Jubiläums von 1300 verkündend, mit zwei Be- 
gleitern. ' 
NEAPEL. 
g Kirchlein delP Inc or o nata. (nicht Weit von der Fontana Medina): 
das Kreuzgewölbe über der Empore links vom Eingang ausgemalt 
von Giotto; seine Urheberschaft wird bestritten wegen mehrerer als 
Porträts gedeuteter Köpfe, welche allerdings ein chronologisches Hin- 
derniss sein Würden; allein diese Deutungen sind auch nicht sicher, 
so dass es bei Giotto sein Bewenden haben mag. In sieben Gewölbe- 
1) Vorliegendes grösserntheils nach Witte. Ausserdem finde ich in meinen meist 
Ilüchtigen Notizen von 1848 noch eine Cap. der h. Magdalena angemerkt, mit 
Fresken Gio t tin o 's, von geistreichen und lebendigen Motiven. In der Ent_ 
fernung von allen Abbildungen und nähern Nachweisen kann ich diese An- 
gabe nicht mehr veriliciren, rathe aber jedem Kunstfreund, wenn er einen 
so wundervollen Frühlingstag in Assisi zum Geschenk erhält wie ich im 
J. 1848, seine Notizen bei Zeiten zu machen. Ein zweiter Besuch im J. 1853, 
unter strömendem Regen in's Werh gesetzt, liess mich die frühere Versäum- 
niss schwer bereuen. Die Unterhirche war nachtdunkel; nur das goldene 
Gewand des heil. Franciscus Schimmerte vom Gewölbe hernieder.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.