Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei (Nebst Register über alle drei Theile)
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1047000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1047597
 Germanischer Styl. ' 749 
Verfügung, die ihr im Norden wenigstens in Hauptkirchen nicht ge- 
gönnt wurden und mit welchen wesentlich auf sie gerechnet Xvar. Die 
Malerei als Gattung zieht den grössten Genius des Jahrhunderts an 
sich, Gißtto. Die Stellung, Welche sie gegenüber den übrigen Kün- 
sten schon im XIII. Jahrh. behauptet, wird durch Seine Leistungen 
glänzend erweitert; das Vorurtheil zu Gunsten monumentaler Bilder- 
kreise in Fresco, welches Er und die Seinigen so sehr verstärkten, 
bildet für alle Folgezeit den festen Boden, ohne welchen auch Rafael 
und Michelangelo nicht die Aufgaben angetroffen hätten, in welchen 
Sie sich am grössten erwiesen. 
Giottc lebte 1276-1336. Von seinen wichtigsten Schülern und" 
nähern Nachfolgern, meist Florentinern, sind zu nennen: Taddeo 
Gaddi (geb. um 1300, st. 1352); Giottino (eigentlich Tommaso di 
Stefano, 1324-1356); Giovanni da Melano (d. I1. Mailand); An- 
drea Orcagna (richtiger Arcagnolo, eigentlich Andrea. di Cione, 
1329-1389); dessen Bruder  B ernardo; ferner Angelo Gaddi 
(et. nach 1394): Spinello von Arezzo (et. nach 1408); Antonio 
Veneziano; Francesco da. Volterra (beide gegen Ende des 
XIV. Jahrhunderts im Gamposanto zu Pisa thätig); Niceolö di 
Pietro u. n.  Einstweilen nehmen wir auch denjenigen Maler mit 
hinzu, welcher im Camposanto Symone da Siena. heisst, sowie 
auch die Sienesen Ambrogio und Pietro di Lorenzo, welchen 
wir in ihrer Heimathschulc wieder begegnen werden. 
Wir zählen nun die wichtigsten Werke nach den Orten auf, je- 
desmal mit Angabe derjenigen Meister, welchen sie die Tradition zu- 
schreibt. Wo es wesentlich ist, die Controversen über diese Benen- 
nungen zu kennen, möge diess in Kürze angedeutet werden. Auch 
einige der wichtigem Altarbilder sind dabei mit zu nennen. 
PADUA. 
Die Capelle S. Maria. de11' Arena; das Innere ganz mit dena 
Fresken Giott0's bedeckt. (Seit 1303, also sein frühstes grosses 
Werk.) Das Leben der Jungfrau und die Geschichte Christi in vie- 
len Bildern; am Sockel grau in grau die allegorischen Figuren der 
Tugenden und Laster; an der Vorderwand das Weltgericht. (Bestes 
Licht: Morgens.)
        

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