Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei (Nebst Register über alle drei Theile)
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1047000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1050594
Genre und Schlachten. 
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sie nur fragmentarisch. Hauptsammlung hiefür: Pal. Corsini in a 
Florenz; von Cerquozzi vielleicht das Beste im Ausland; ein gutes 
kleines Bild des Jan Miel: der Dornauszieher, in den Uflizien). Wash 
von Jacques Callot gemalt ist, hat bei Weitem nicht den Reiz 
seiner Radirungen; Manches ist auch nicht sicher benannt. (Les 
malheurs de 1a guerre, Reihe von Bildchen im Pal. Corsini zu Romgc 
iigurenreiche Stadtansichten und noch eine Reihe kleinerer Bildchen, 
die letztem wohl geringem Theils von ihm,'in der Acad. v. Venedig.) d 
 Dieses Alles wird nun weit überboten durch jene Anzahl von Klei- 
nodien der eigentlichen holländischen und Antwerpner Schule 
in den Uffizien, deren Besprechung wir uns Versagen müssen. Keines 
Sammlung Italiens und nicht eben viele des Nordens können sich an 
Cabinetshildern dieser Art mit der genannten messen. In Venedig 
hat die Academie fast nur zweifelhaft Benanntes; im Pal. Manfrin:f 
Jan Steerßs Alchymist, noch im Ruin ein Juwel; Gerard DOW's Arzt 
wohl nur eine Copie.  Die damalige offieielle Ästhetik der Italiener 
verabscheute im Ganzen das Genre, soweit es nicht, wie ihre übrige 
Malerei, im Affect aufgehen Wollte. Daher der Vorzug jener Halbfi- 
gurenbilder ohne räumliche Umgebung und ohne Zuthaten. 
In den kleinern Nebengattungen repräsentirt Castiglione das 
Thierstiick, ohne recht zu wissen, was er wollte, in zum Theil lebens- 
grossen lilöblirbildern (Pal. Colonna in Rom; Ufiizien); Marie de'g 
Fiori aber eine nur deeorativ gemeinte Blumenmalerei (Spiegelcabi-h 
net im Pal. Borghese). Man vergleiche damit die unendliche Natur- 
liebe einer Raliel Ruyseh und die zwar schon mehr c0nventionelle,i 
aber noch höchst elegante Palette eines H uysum (Pal. Pitti). 
Eine eigenthümliche Gattung der damaligen italienischen Kunst 
war ihre Schlachtcnmalerei; d. h. die Darstellung des Gewühles 
als solchen, Wesentlich nach Farben und Lichtmassen angeordnet. 
Ansser Cerqizozzi hat Salvator Rosa. hierin den Ton angegeben, 
in Welchen sich jedoch ein kenntliches Echo aus der Amazonenschlacht 
des Rubens zu mischen scheint. Von ihm und seinen neap. Nachah- 
mern Aniello Falcone und Miceo Spadaro Schlachten und Auf-k 
ruhrsbilder im Museum von Neapel; von ihm eine grössere und eine
        

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