Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei (Nebst Register über alle drei Theile)
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1047000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1050082
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Malerei des XVI. Jahrhunderts. 
Die Manleristen. 
abilder); Imparato (Dom und S. M. 1a nuova) u. a. geben zusammen 
das Bild einer zwar entarteten, aber von der michelangelesken Nach- 
ahmung nur wenig angesteekten Schule; es fehlt zwar im Componiren 
an Mässigung und im Ganzen an höherm Geist, allein auch die falsche 
Bravour fehlt, und die Verwilderung ist keine so unwürdige wie in 
Rom und anderwärts. Arpino, der eigentlich mit in diese Reihe ge- 
hört, machte sich es nur zu leicht.  Der einzige Michelangelist, 
bMarco da Siena, kam von aussen. Seine Bilder im Museum sind 
meist äusserst widrig ; die angenehmem Seiten, namentlich ein brillan- 
c tes Colorit, entwickelt er in dem nungläubigen 'l'homas" (Dom, 2. Cap. 
dlinks) und in der Taufe Christi (S. Domenico maggiore, 4. Cap. n). 
(Cola della Matriee malte noch um 1550 in der Art des XV. 
eJahrlr; ein Bild in der Galerie des Capitols.) 
Ehe wir den Apennin überschreiten, ist es auch in Betreff der 
bis jetzt Genannten und einiger ihrer Zeitgenossen eine Forderung der 
Billigkeit, der guten und selbst sehr vorzüglichen Leistungen zu ge- 
denken. Dieselben beginnen da Wo der falsche Pompstyl aufhört. 
Von der florentinischen Schule, hauptsächlich von den grossen 
Portriitmulerni) Bronzino und Pontormo ging fortwährend ein 
belebender Strahl nach dieser Richtung aus. Die Bildnisse Vasarfs 
f(sein Haus 1) in Arezzo; Uffizien und Academie in Florenz) und der 
gbciden Zuccaro (Pul. Pitti und ein Zimmer in Casa._Bartholdy zu 
Rom, WO die sämmtlichen Mitglieder der Familie in Lunetten a1 fresco 
gemalt sind) sind in der Auffassung fast ganz naiv und in der Aus- 
führung wahr. Dem Federigo gelingt auch auf dem idealen Gebiet 
 liei diesem Anlass mag der bedeutenden Sammlung von Miniaturporträts in 
ß Ol gedacht werden, welche zu Florenz thcils in den Uflizien (Säle rechts von 
H. der Tribune) theils im Pal. Pitti (Durchgang zu den hintern Zimmern der 
Galerie) immer mehrere zusammen eingerahmt sich vorfinden. -Sie geben 
eine reiche Übersicht dieser ganzen Kunstgattung für die Zcit von 1550 bis 
16.50. Es lassen sich Deutsche und Venezianer des XVI. Jahrh., Niederlän- 
der und Florentiner des XVII. Jahrh. wohl ausscheiden von der dabei am 
meisten vertretenen Richtung des Bronzino und Scipione Gactano.  Eine 
1- kleine Sammlung auch im Pal. Guadagni. 
z) Jetzt Casa Montauti,
        

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