Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei (Nebst Register über alle drei Theile)
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1047000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1047441
731i- 
Malerei des Mittelalters. 
Mosaiken des VI. und VII. Jahn-h. 
a Im Dom von Triest enthält die Seitentribune links unten im 
Halbrund ein paar gute Aposteliiguren in der Art der eben genann- 
ten. (Die Madonna in der Hnlbkuppel und die sämmtlichen Mosaiken 
der Seitentribune rechts gehören schon dem vorgerückten byzantini- 
schen Styl an.) 
b In Mailand enthält die Cap. S. Aquilino, ein aehteckiger Anbau 
von S. Lorenzo, zwei Nischen-Halbkuppeln mit Mosaiken, welche 
Christus zwischen den Aposteln und die auf Abrahams Opfer Warten- 
den Hirten  vorstellen, leidliche Werke des VI. oder noch des 
V. Jahrh. 
ß Streitig ist der Ursprung des Mosaiks in S. Pudenziana zu Rom, 
welches in unbekannter Zeit nach einem Original etwa des IV. Jahrh. 
gearbeitet sein muss und noch in seiner starken Überarbeitung immer- 
hin eine Composition der constantinischeh Zeit repräsentiren mag.  
dDie Tribuna in S. Teodoro zu Rom (VII. Jahrh.) zeigt eine theilweise 
Wiederholung des Mosaiks von SS. Cosma. e Damiano.  Die M0- 
Qsaiken in der hintern Kirche von S. Lorenzo fnori (578-590), über 
dem Triumphbogen, sind in jüngster Zeit so viel als neu gemacht 
worden. ' 
Der Übergang in das Byzantinische War begreiflicher Weise ein 
allmäliger; das Erstarren in den bisherigen Typen war eben der By- 
zantinismns. ' 
In Ravenna bezeichnet diesen Übergang das grosse, sachlich sehr 
fmerkwürdige Mosaik der Tribune. von S. Apollinare in Classe 
(671-677); ausser der Wiederholung der nlttestamentlichen Opfer 
(aus S. Vitale) findet sich auch hier ein kaiserliches Ceremonienbild. 
Die Bogenfüllungen über den Säulen des Mittelscbifes sind mit der 
vollständigsten Sammlung altchristlicher Embleme, theils in altem M0- 
saik, theils in moderner Copie (59) geschmückt; die Reihe von Bild- 
nissen der Erzbischöfe, welche als Fries darüber hingehen, ist fast das 
einzige (wenigstens in Copie erhaltene) Beispiel jener Porträtfolgen 
frühmittelalterlicher Kirchen 1). 
 In S. Paul bei Rom wird eben an einer Reihe 
tot, welche die Stelle der alten einnehmen 
Consolen im Dom von Siena, S. 134. 
a von Mosaikbildnissen gearbei- 
soll. Vgl. die Papstküpfe als
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.