Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei (Nebst Register über alle drei Theile)
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1047000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1047410
Altchrlatliche Mosaiken. 73]: 
 VII. Jahr  
nen ist,  und die unter dem Einflnss der Bygingäljrfigäimmächüg; es 
an entstandenen. Dieser Einfluss 1st. mehr m31 e was herübergekom- 
herrscht ein grosser Unterschied zwmchßn e? dem WüS ihnen etwa 
mene Griechen in Person gearbeitet haben, 111;]. d rch erscheint keine 
obenhin nachgemacht wird, abehIahrhunderti mnänischen Styl gänz- 
einzige Figur der Kirchenmosaiken von dem yzß 
lieh unberührt. 
Die altchris tlieh en haben einen zwiefachcn hohen historischen 
Werth. Sie zeigen, wie sich die biblischen Gestalten, hauptsächlich des 
neuen Testamentes in den Gedanken jener Zeit spiegelten. Bei dem 
Typus Christi mag eine alte Tradition mitgewirkt haben, doch nicht so 
bestimmend wie man wohl annimmt. Die Tracht Christi, seiner An- 
gehörigen und Apostel ist eine ideale, im Ganzen aus der römischen 
Kunst übernommene. Die übrigen Personen werden durch eine oft 
Prächtige Standestracht charakterisirt. In den Köpfen war ohne Zwei- 
fcl ein Ideal beabsichtigt (wenn auch kein sinnlich schönes), allein 
die physische Durchschnittsbildung war so sehr gesunken, dass fast 
lauter eigenthümlich hässliche Gesichter zu Stande kamen.  Zweitens 
schafft hier (weniger die Kunst als) die Kirche ein System religiöser 
Ausdrucksweisen und Gedankenreihen, welche ein geschichtliches Denk- 
mal ersten Ranges ausmachen. Und zwar ist es meist die Ecclesia 
triumphans, welche sich ausspricht; nicht das Erdcnwallen Christi und 
der Heiligen, sondern ihre apoealyptische Verherrlichung ist das Haupt- 
thema. Raumlos, im Unendlichen, daher auf blauem Grunde, häufiger 
{und Später durchgängig) auf Goldgrund existiren diese Gestalten; der 
Ihnen bßigegebene Erdbodcn ist entweder eine schlichte Flüche oder 
durch Blumen, durch Zugabe des Jordanflusses, der Paradiesesströme 
etß- symbolisch geschmückt. Die Bewegungen sind massig und feier- 
lich? ES ist mehr ein Sein als ein Thuyn.  Um den Gedankenkreis 
zu würdigen, der sich hier entwickelt, muss man die Anschauung jener 
Zeit entweder theilen oder sich hineinversetzen. Die einfache Gegen- 
überstellung z. B. von Propheten und Aposteln gilt hier schon als 
Parallele von Verheissung und Erfüllung; eine einfache schreitende 
Bewegung, ein Kniebeugen genügt als Symbol der Huldigung; das
        

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