Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei (Nebst Register über alle drei Theile)
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1047000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1047342
Antike Malerei. 
Pompejanlsches. 
60 Hi), der Capellchen, Pavillons, Balustraden u. s. w. dienen. Die 
besten derselben können nur in der Zeit der höchsten griechischen 
Kunstblüthe erfunden worden und dann Jahrhunderte hindurch von 
Hand zu Hand gegangen sein, bis sie unter anderm auch in der kleinen 
Stadt am Vesuv ihre Anwendung fanden. Die Maler lernten sie ohne 
Zweifel am besten auswendig und reproducirten sie am unbefangen- 
sten. Unsere jetzige Decoration macht einen so häufigen Gebrauch 
davon, dass der Beschauer eine Menge alter Bekannter antriift, viel- 
leicht allerdings mit Erstaunen über das unscheinbare, anspruchlose 
Aussehen und den kleinen Massstab der Originale. 
Das Wichtigste findet sich in den genannten Sälen rechts. 
aSchon der Vorraum enthält eine Anzahl tanzend schwebender Sa- 
tyrn, in den Cassetten aus einem Gewölbe, sowie auch schöne 
schwebende Genien oder Amorine. (Eine andere Reihe von Amori- 
nen, mit den Attributen der Götter, sämmtlich wundervoll in runder 
Einfassung componirt, habe ich vergebens überall gesucht und muss 
hdaher auf die Abbildungen verweisen.) Im ersten Saal: (Wand links) 
die Niobiden in Goldfarbe, je drei am Fuss weisser Dreifüsse auf 
rothem Grund, unabhängig von den bekannten florentin. Statuen;  
(Eingangswand) ein kleines Fragment, die Halbiigur eines Flötenbläi- 
sers und seiner Gefährtin;  (Fensterwand) Tritone, Nereiden, Meer- 
wunder etc.;  (Hinterwand) Victoria und ein Genius mit darüber 
schwebenden Gottheiten, vielleicht von guter römischer Erfindung.  
In den Durchgängen zum II. Saal: Bacchus;  eine schöne Prie- 
sterin mit Opfergeräth;  Demeter mit Scepter und Korb;  Jüng- 
ling, der das Schwert und über sich den Schild hält;  ein Medu- 
senhaupt auf gelbem Grund;  eine schwebende Gewandfigur mit 
cOpferschale.  Im II. Saal: (Eingangswand) die berühmten sog. 
Tänzerinnen, auf schwarzem Grunde; es sind schwebende Figuren 
ohne weitere Beziehung, von hinreissender Schönheit der Geberde und 
dem leichtesten Ausdruck des Schwebens in Stellung und Gewandung 
zugleich;  der den SchreibgriHel an die Lippen Drückende, Halb- 
figur in Rund (mehrmals vorhanden);  Zeus und Nike, auf rothem 
Grunde;  (Wand links) Baechanten, Silene etc. in runder Einfas- 
sung;  sitzende Götterflguren auf rothem Grunde;  (Hinterwand) 
die herrlichen schwebenden Centauren auf schwarzem Grunde, worun-
        

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