Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei (Nebst Register über alle drei Theile)
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1047000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1048790
A. Salalno; C. da. Sesto; Gaud. Ferrari. 
869 
schöner jugendlicher Christuskopf in der Ambrosiane. Späteres Haupt- a 
bild: die Anbetung der Könige im Museum von Neapel. Er hatte dieb 
Art des XV. Jahrh. Wohl nie ganz abgelegt, daher noch oder schon 
wieder viel müssiger und drückender Reiehthum in den Nebensachen, 
auch viele müssig-sehöne Motive, dabei Mangel an wahrer Körper- 
lichkeit und an Raumsirm. 
Gaud enzio Vinci. Im Chor der obern Kirche zu Arena glaubte 
Verfasser dieses das namhafte Altarbild dieses Meisters erblickt zu 
haben, allein bei naehtdunkelm Mittagshimmel. (Vgl. Marco Mar- 
ziale, S. 830, b.) 
Giov. Ant. de Lagaia. Hauptaltar der Iürehe des Semina-d 
riums zu Ascona. (Tessin), das Mittelbild: Madonna. mit Heiligen und 
trefflichen Donatoren (1519). Letztere besonders verrathen eine enge 
Verwandtschaft mit Luini. 
Gaudenzio Ferrari (1484-1549), wenn nicht Schüler Lio- 
nardds, doch unter dessen kenntlichem Einfluss, später in den Schulen 
Peruginds und Rafaels beschäftigt. Einen vollständigen Begriff von 
seiner bisweilen grossartigen, oft nur phantastischen und barocken 
Darstellungsweise sollen nur die Tafeln und Fresken seiner piemon- 
tesischen Heimath geben. (Dom von Novara; S. Christoforo und S. Paolo ß 
zu Vercelli;  in Varallo: die Capella del sacro monte, wo die Ma- f 
lerei nur die Ergänzung zu bemalten lalastisehen Gruppen bildet, der- 
gleichen auch in den Capellen des Stationenrveges stehen, S. 649, 4'; 
das Minoritenkloster ebenda mit seinen frühsten Fresken etc.;  dann 
in der Kirche von Saronno unweit Mailand die späten Fresken derg 
Kuppel.)  In Mailand enthält die Brera u. a. Fresken mit dem Le-h 
ben der Maria, zum Theil von sehr edeln und einfach sprechenden 
Motiven; doch sieht man, wie ein angeborner Naturalismus und eine 
gewisse Grillenhaftigkeit den Künstler hindern, das zu erreichen, wo- 
nach er eigentlich strebt: den grossen Styl, und wie seine Manier das 
nothwendige Resultat dieses Kampfes ist. Das grosse Gemälde von 
der Marter der heil. Catharina ist bunt, überfüllt, ja gemein 
chargirt, aber mit einer pomphaften Sicherheit des Sieges vermöge der 
prächtigen nackten Gestalt der Heiligen gemalt. Sein letztes Freseo, 
die Geisselung in S. M. delle grazie zu Mailand (in einer Capelle desi 
rechten Seitenschiffes, 1542) hat Wieder etwas wahrhaft grandioses,
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.