Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei (Nebst Register über alle drei Theile)
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1047000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1048384
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Malerei des XV. Jahrhunderts. 
Venedig. 
a Transfigltration ? 
cenza, 5. Alt. 1.) 
(Eine 
schöne 'I'aufe Christi, 
in S. 
Oorona. zu Vi- 
Die obengenannten Schüler und Zeitgenossen sind nun in der 
Regel um so viel treiflicher, je mehr sie sich dem Giov. Bellini nähern. 
Im Ganzen hat hier Cima den Vorzug. Seine Taufe Christi in S. 
bGiovanni in Bragora (Chor hinten) ist in dem Adel des Christus- 
kopfes, in der Schönheit der Engel und in der weihevollen Geberde 
des Täufers unvergleichlich;  auch Constantin und Helena (ebenda, 
am Eingang des Cliores, rechts) sind von schönem Ausdruck. In der" 
cAbbazia (Cap. hinter d. Sacristei) Tobias mit dem Engel; im Carmine 
d(2. Alt. r.) die wundervolle Anbetung der Hirten und Heiligen. Seine 
Madonna. ist reiz- und lebloser als die des Lehrers; dafür sind die 
sie umstehenden Heiligen, zumal die Greise, von geistvoller Schönheit. 
eTreHliche Bilder dieser Art: Pinac. zu Vicenza; Brera (und Ambro- 
fsiana?) zu Mailand; Galerie zu Parma etc.  Die Mad. mit Heiligen 
gin Lebensgriisse dagegen, in der Academie von Venedig, zeigt neben 
dem Meisterwerke Bellinfs eine erstaunliche Befangenheit der An- 
ordnung, theilweise auch der Einzelbildung. Ebenda S. Thomas, das 
WundmallChristi berührend. 
Ein sonst wenig bekannter Griovanni Buonconsigli, zufolge 
h einem frühem Bild in der Pinac. zu Vicenza (Kreuzabnahme in schö- 
ner Landschaft), ein tüchtiger Modellirer im paduanischen Sinne, 
schloss sich später ganz an BellinPs Weise an, blieb aber bei uned- 
ilcrn Charakteren stehen. (Venedig, S. Spirito, 3. Alt. r., Christus mit 
112 Heiligen;  S. Giacomo dalP orio, rechts von der Hauptthür, die 
HH. Laurentius, Sebastian und Rochus; beides prächtige Farbenbilder, 
die Hallen mit Goldrnosaik.) 
Carpaccio ist in seinen kleinern Figuren allerliebst lebendig, 
doch erreichen seine Köpfe an Schönheit diejenigen Cimafs nicht. 
Ausser den genannten Bildern, welche im Colorit die glühcndern sind, 
lnenne ich: das Hauptaltarbild in S. Vitale (1514), eine lebhafte Con- 
versation von Heiligen, Welche theils unten, theils über einer Balu- 
mstrade erscheinen;  das Bild mit 3 Heiligen in S. Giov. in Bragora 
n(nacl1 der 1. Cap. n);  die Krönung Maria in S. Giov. e Paolo
        

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