Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei (Nebst Register über alle drei Theile)
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1047000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1048326
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Malerei des XV. Jahrhunderts. 
Venedig. 
aHeiligen (Querschiff links);  ein geringeres Werk in S. M. For- 
mosa (2. Alt., rechts). 
Die Härte und Strenge Bartolommeds mildert sich, nicht ohne den 
Einfluss Belliniis, zu einer bisweilen ganz edeln Anmuth imd Fülle 
bei seinem jüngern Bruder oder Verwandten Luigi Vivarini. Meh- 
breres in der Acadernie;  eine Auferstehung in S. Giovanni in Bra- 
cgora (Eingang des Chores links, dat. 1498);  zwei einzelne Heilige 
dill S. Giov. Crisostomo (beiin 2. Alt, links).  Das herrliche grosse 
eAltarblatt in der Frari (3. Oap. links vom Chor), der zwischen andern 
Heiligen thronende S. Ambrosius, wurde erst von Basaiti (s. unten) 
vollendet und gehört schon wesentlich der folgenden Generation an.  
{Dagegen ist eine Madonna mit zwei heil. Barfüssern im Museum von 
Neapel ein frühes Bild (1485). 
g Carlo Crivelli's Werke sind fast nur in der Brera zu Mai- 
land zu suchen. Hart und streng, Wic Bartolommeo, prunksiichtig 
über die Massen, doch nicht ohne Geschmack, in einzelnen Charak- 
teren noch dem Johannes Alamannus verwandt, dringt er wenigstens 
in einer thronenden" Madonna (1482) zu grosser Anmuth hindurch.  
hVon ihm vielleicht der heil. Papst Marcus in S. Marco zu Rom (Gap. 
rechts vom Chor). 
Von Fra Antonio da Negroponte ein schönes Altarbild in 
iS. Francesco della vigna. zu Venedig, rechtes Quersehiä; - ein frag- 
liches Bild in der Sacristei ebenda. 
Die zweite Generation beginnt mit Gentile Bellini (1421 bis 
1501) und Giovanni Bellini (1426-1516), den Söhnen des Gia- 
como B., Welcher bei Squareione und Gentile da Fabriano gelernt 
hatte. -Die Jugend und das mittlere Alter der beiden Brüder scheint 
in abhängigen Stellungen dahingegangen zu sein; von Gentile ist nur 
Weniges vorhanden, die zahlreichen authentischen Werke Giovanniis 
aber beginnen erst mit seinem 60sten Lebensjahre. Von seinen zahl- 
reichen Schülern nennen wir nur die folgenden: Pierfrancesco Bissolo, 
Piermaria Pennacehi, Martino da. Udine, Girol. cli Santa. Oroee 
(meist in Paulus, thätig), Vineenzo Oatena, Andrea. Previtali, 
Giambattista Oima da. Üonegliano u. A. Neben Giov. Belliniüa
        

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