Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Malerei (Nebst Register über alle drei Theile)
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1047000
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1048310
Genua. 
Modena. 
P8171181. 
Venedig. 
821 
fresco in dem bei Anlass der Deeoration genannten Raum zu S. Paolo a. 
(S. 281, a) und eine Madonna mit zwei Heiligen in S. Giovanni, ersteb 
Cap. rechts.  Von der Künstlerfamilie der Mazzola, welche sich 
später ganz zu Coreggio schlug, lebten damals Pierilario, von wel- 
chem in der Galerie eine thronende Mad. mit drei Heiligen, und derc 
namhaftere Filippo  der unter allen von Padua aus angeregten 
Künstlern einer der härtesten und anmuthlosesten, dabei aber kein  
geringer Zeichner ist. Grablegung u. A. im Museum von Neapel; dasd 
Altarbild im Baptisterium zu Parma; eine Bekehrung Pauli in dete 
Galerie.  Vielleicht das angenehmste Bild dieser Schule ist namen- 
los: eine thronende Madonna mit drei singenden Engeln und zweit 
Heiligen, in der Steccata. (vordere Eckcapelle links). 
In Venedig unterscheiden wir während der zweiten Hälfte des 
XV. Jahrh. zwei Generationen von ltialern. 
Die erste ist von Padua aus unmittelbar abhängig; die Stylprin- 
cipien der Muranesen bilden sich danach völlig um. Wir haben be- 
reits (S.786,g) neben Johannes und Antonius von Murano den Barto- 
lommeo Vivarini genannt. Dieser ist in seinen besondern Werken 
ein wahrer Paduaner; in der prächtigen und genauen Ausführung 
nähert er sich oft Mantegna, bleibt aber in der Farbe kälter. Die 
Charaktere seiner Altarbilder sind immer ernst, bisweilen höchst wür- 
dig, bisweilen fast grimmig, selten anmuthig; die decorative Ausstat- 
tung ist, wie bei diesen paduaniseh gebildeten Venezianern überhaupt, 
ganz besonders reich. (Thronbauten, Fruchtschnüre, Lanbhecken, Luxus 
von Putten etc.) Thronende Madonna mit vier stehenden und vierg 
als Halbfiguren schwebenden Heiligen etc. (1465) im Museum von 
Neapel;  in Venedig: Altarwerke in der Academie (1464);  inh 
S. Giovanni e Paolo, 2. Alt. rechts (mit direeten Reminiscenzen nachi 
Mantegna, vielleicht grüssern Theils von dem bald zu erwiihnenden 
Luigi Vivarini); ebenda. im rechten Querschiif ein thronender S. Augu- 
stin (1473);  in S. Giovanni in Bragora. eine thronende Madonnak 
mit Seitentafeln (neben der ersten Cap. links, dat. 1478);  in den 
Frari ein späteres, milderes Altarwerk (Querschiä rechts, datirt 1482)! 
und ein vielleicht ganz später thronender S. Marcus mit Engeln und
        

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