Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sculptur
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1067806
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1068633
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Antike Sculptur. 
Dionysus. 
a schwiilstig mit einem frechen Ampelos, im Hauptsanl der Villa. Lu- 
bdovisi;  kleiner und von guter römischer Arbeit in den Ufl-izien 
(Halle der Inschriften), durch die Restauration, welche auch die Basis 
umfasst, vielleicht zu viel nach links (vom Beschauer) geneigt:  roh 
cdecorativ und für einen baulich bedingten Gesichtspunkt berechnet, 
in der Galerie zu Parma I);  endlich als Scitenstiiek: Dionysos mit 
ddem geflügelten Eros, im zweiten Gange des Museums von Neapel. 
e  Bei den grossen Bronzen derselben Sammlung: eine trelfliehe Sta- 
tuette des Baechus mit dem 'l'hyrsnsstab. 
Die iilaerwiegcnde Menge der Bacehusfiguren sind unbedeutende 
römische Arbeiten; bisweilen von gutem Motiv, aber schwerer Aus- 
führung, indem die Kunst den Ausdruck der reichen und Weichen 
dionysischen Natur im Breiten und Üppigen suchte. So die Statuen 
fvon Tor lllarztncio im obern Gang des Vatieans; diejenigen im zweiten 
g Gange des Museums von Neapel (worunter eine stark ergänzte bes- 
h scrc). Mehrere, auch von den bessern, in der Villa Borghese. Als 
Herr der Untcrwelt thront Dionysos, neben sich die gerettete Seele 
eines Mädchens, in einer sehr späten, nur sachlich merkwürdigen 
iGruppe der Villa Borghese (Faunszimmer).  Wo der Gott einen 
seiner Panther bei sich hat, wird man das 'l'hier verhältnissmässig 
 immer sehr klein gebildet finden. Man hat es desshalb auch schon 
als Luchs u. s. w. classificircn Wollen. Die griechische Kunst aber, 
Welche selbst die Sühne Lnocuons in einem kleinern Verhiiltniss bil- 
dete als den Vater, erlaubte sich auch die Freiheit, die bis über sechs 
Fuss langen Tiger und Panther auf ein Blass zu reducircn, woneben 
der Gott bestehen konnte. 
Schlicsslich müssen wir die zwei köstlichen tlnrcntinischen 
hBronzefiguren (Ufiizien, zweites Zimmer der Bronzen, dritter 
Schrank) erwähnen, welche den Bacchus als einen schlanken Knaben 
darstellen; das cinemal hebt er mit beiden Händen Trauben empor; 
das andermal schlägt er beide Arme über des nach links nlnviirts- 
U Dieses sehr colossale Exelnplar wurde nebst dem gegenüber aufgestellten 
Herakles in den farnesischen Gärten auf dem Palatin gefunden. Ilerahles ist 
ebenso für eine bestimmte Untensicht gearbeitet. (Vgl. S. 427, Anm.)  
ß Bei diesem Anlass ist ein ebenda belindlicher guter Torso eines Jägers oder 
Kriegers nachzuholen.
        

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