Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sculptur
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1067806
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1068480
Parnesische Flora. 
Vlctorien. 
457 
Kreis ihres Retters Dionysos aufgenommen ist; 
Sehe Gestalt wird uns weiter beschäftigen. 
bacchi- 
spätere a 
ihre 
Hier müssen wir eines der ruhmwürdigsten Werke des Alter- 
thums einschalten, die sog. farnesische Flora (Museum von Nea-a 
pel, in der danach benannten Halle). Man deutet sie gegenwärtig als 
eine IIore; da Kopf, Arme, Attribute und Füsse modern sind, so 
bleibt nur so viel mit Sicherheit anzunehmen, dass ein halbgöttliches 
Mittelwesen gemeint sei. Colossal und für einen decorativen Zweck 
berechnet, zeigt diess herrliche Bild doch durchaus lebendige Arbeit, 
sowohl in dem von zwei Schulterspangen und einem Gürtel gehalte- 
nen Unterkleid, als in dem leicht herumgelegten Obergewande und in 
den nackten Theilen. Bei einer sehr reichen Kürperbildung giebt die 
ganze Gestalt im höchsten Grade den Eindruck des leichten Einher- 
Wallens, eine wahre Göttin des innigsten Wohlseins. 
Eine andere colossale Statue derselben Sammlung (untere Vor-b 
halle) ist wohl wirklich eine Flora, allein römisch-decorativ behandelt, 
als schwere Gesimsfigur; doch ist hier der grandiose Kopf alt. (Ob 
der als Gegenstück aufgestellte „Genius des römischen Volkes", eben- 
falls seltsam schwer gebildet, von Alters her zu einer Reihe solcher 
Figuren gehörte, ist mir nicht bekannt. Vgl. S. 426, a, und Anm.) 
Von Pomonen wüsste ich kein irgend ausgezeichnetes Exemplar 
anzuführeu. Dasjenige in den Uffizien (erster Gang), auf welches c 
beispielshalber verwiesen werden mag, ist eine unbedeutende rö- 
mische Garteiliigtir mit modernem Kopf. 
Leider ist auch keine recht gute Victorienstatue zu nennen l), ob- 
Wohl es deren einst vortreffliche (freilich von Erz oder edeln Metallen) 
gegeben haben muss, und zwar sowohl schwebende (d. h. scheinbar 
auf den Zehen stehende mit wehendem Gewande in der Art der Diana. 
lllcifera), als stehende. Eine geringe der letztern Art, welche doch 
auf ein gutes Urbild schliessen lässt, in den Uffizien (erster Gang);d 
eine der erstern Art im Pal. Riccardi (Vorzimmer der Acad. della 
 Wie es sich mit der Victoria des Museo 
bei Anlass der siegreichen Aphrodite (S. 
pntrio zu Brescia 
449, a) erörtert. 
verhält, 
wurde
        

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