Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sculptur
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1067806
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1068250
4,35,  Antike Sculptur. Athleten. Ringer. 
ruhig stehenden Athleten gehört vielleicht, wie wir sehen werden, der 
asog. capitolinische Antinous. Andere Arbeiten von Werth: der Athlet 
mit Salbgefass in der Galeria delle Statue des Vaticans; der schlanke, 
bkurzhalsige, einem alterthiimlich strengen Original naehgebildete, im 
grossen Saale des capitolinischen Museums; der das Stirnband Um- 
clegende (Diadumenos) im grossen Saal des Palastes Farnese, nach 
einem berühmten Motiv.  Vier Athleten im ersten Gang der Üffl- 
dzien zu Florenz, zum Theil willkürlich restaurirt und von jeher nicht 
viel mehr als Decorationsarbeit, aber vielleicht nach Originalen der 
grossen alten Zeit, worauf der breite, gewaltige Typus und beson- 
ders die Bildung des Kopfes und Halses hinweist. Ein ähnlicher im 
ePal. Pitti (inneres Vestihul oberhalb der Haupttreppe.) 
r Von den Bronzen des Museums von Neapel (Abtheilung der 
grossen Bronzen) gehören ausser mehrern schönen Köpfen hieher die 
beiden trefflichen Statuen der gebückt laufenden Jünglinge. Bei Wer- 
ken von so lebensvoller, wenn auch einfacher Arbeit hat der geringste 
Zug seine Bedeutung. Es wird also eine sehr aufmerksame Betrach- 
tung wohl dahin gelangen zu entscheiden, ob eigentliche Wettliiufer, 
ob Diseuswerfer die ihrer entrollenden Scheibe nachblicken, ob end- 
 lieh Ringer gemeint sind, welche sich den Punkt des Angriifs er- 
sehen. Kenner des jetzigen Ringkampfes versichern das Letztere. 
g Ein sehr tüchtiger bronzener Athlet, der sog. Idolino, steht in 
den Ufiizien (zweites Zimmer der Bronzen) auf einer prächtigen 
Basis aus der Renaissancezeit, von Verocchio oder Settignano.  
h Ebendaselbst (sechster Schrank) die Statuette eines Ringers in voller 
Bewegung; am aufgehobenen rechten Ellbogen ist noch die Hand 
seines fehlenden Mitrixigers erhalten.  
Diese wahrscheinlich erst aus römischer Zeit stammenden Exem- 
plare lassen auf die Verehrung schliessen, welche jenen ebenfalls 
ehernen Athletenbildern der griechischen läampfstätten noch immer 
gewidmet Winde. Die spätere Sculptur muss nach den Siegerstatuen 
von Olympia wie nach einer Sammlung von Urkunden der Kraft und 
Anmuth emporgeblickt haben. 
Die beiden Ringer in der Tribuna der Uftizien zu Florenz werden 
bei Anlass der Gruppen behandelt werden.
        

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