Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sculptur
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1067806
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1068205
Isis. 
AIGB. 
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bleibt, weil überhaupt Priester und Priesterin beim feierlichen Opfer 
das Costüm ihrer Gottheit trugen. Isis ist in dieser Beziehung sehr 
leicht zu erkennen an dem Sistrum (wo es nicht restaurirt ist), einem 
birnförmig gebogenen, mit einigen Drähten oder Stäbchen durch- 
zogenen Lärminstrument von Erz, und an dem vor der Brust zusaim- 
mengeknüpften Fransengewvand. Eine späte, aber noch sehr schöne 
Statue im Museo Capitolino (Zimmer des sterbenden Fechters); zweia 
geringere im MUSCIIIU von Neapel (Halle der farbigen Marmore). b 
Von dem Gott des Kampfes, den die römische Kunst überdiess 
als Vater des Romulus zu verherrlichen hatte, besitzt man anfallender 
Weise keine völlig sichere Statue von guter Arbeit. Im untern Gange 
des capitolinischen Museums steht ein prächtig geharnischtes und be- 
helmtes Colossalbild, dessen Züge wohl den Sohn des Zeus zu ver- 
rathen scheinen, das aber eben seiner pomphaften Bekleidung wegen 
doch wohl eher ein Porträt heissen mag. (Es galt früher für Pyrrhus.) 
Die gute nackte Statue eines reifen, fast stämmigen Mannes mit Helmd 
und kurzem Mantel, im grossen Saale desselben Museums, ist wohl 
unstreitig ein Mars, aber mit dem Angesicht I-Iadrians. Die mehrfach 
(z. B. gerade hier) vorkommende Gruppe von Mars und Venus ist 
durchgängig von später Arbeit und stark restaurirt. Selbst die herr- 
liche Statue der Villa Ludovisi wird von Manchen als Achill ine 
Anspruch genommen, mag aber einstweilen als ein ruhender, zur 
Milde gestimmter Kriegsgott gelten; mit dem Schwert in der Hand, 
den Schild zur Rechten, sitzt er auf einem Fels, den linken Fuss auf 
einen Hehn gestützt; vor ihm ein Amorin; sein Typus ist im Ganzen 
dem des Hermes ähnlich, nur mit männlich strengem, härtern Zügen, 
zumal im untern Theile des Gesichtes. Die Stellung wunderbar leicht, 
von allen Seiten die schönsten Linien darbietend. Man glaubt auf ein 
Original des Skopas schliessen zu dürfen.  In der Nähe die Sfßiillßf 
eines ebenfalls nackten, auf dem Boden sitzenden Helden, welche eine 
belehrende Vergleichung des bloss Heroischen mit dem Göttlichen des 
Ares gewährt. 
In vollständiger Rüstung, ausschreitend und mit einer Wade aus- 
holend, ist Mars hauptsächlich in den etruskischen Erzüguren dar-
        

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