Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sculptur
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1067806
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1070529
Aspetti. 
Dal Moro. 
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den Altar der ersten Cap. links. Sein schlechter Atlant in der Bib-a 
lioteca wurde schon erwähnt; etwas besser sind die Tragiiguren des 
Kamins in der Salz. delP Antieollegio des Dogenpalastes. Im Santob 
zu Padua ist mit Ausnahme des Christus auf dem Weihbecken lauter c 
geringe Arbeit von A. in grosser Menge vorhanden. 
Den Ausgang der Schule macht Giulio dal Moro, schwächli- 
eher und gewissenhafter als Aspetti. Das Geniessharste von ihm sind 
wohl die Sculpturen der einen Thiir der Sala. delle quattro porte imd 
Dogenpalast und die drei Altarstatuen in S. Stefano (Cap. rechts im e 
Chor). Seine grossen Statuen des Laurentius und Hieronymus amf 
Grabmal Priuli in S. Salvatore (nach dem ersten Altar links) sind 
sehr manierirt, und ebenso die mehrfach vorkommenden Statuen des 
Auferstandcnen, wovon z. B. eine in derselben Kirche (nach dem er- 
sten Altar rechts). 
Es braucht kaum wiederholt zu werden, dass auch diese Schule, 
wo ihr Ideales nicht genügt, den Blick durch eine Menge vortreffli- 
eher Porträtbüsten entschädigt; sie holt damit ein, was das XV. Jahrh. 
in Venedig mehr als in Florenz versäumt hatte. Die Auffassung ist 
bisweilen so grossartig frei wie in den tizianischen Bildnissen. Künst- 
lernamen werden dabei seltener genannt als bei den Statuen heiligen 
oder allegorischen Inhaltes. 
Mit dem XVII. Jahrh. tritt in der venezian. Seulptur dieselbe 
vollkommene Erschlaffung ein, wie in der Malerei nach dem Absterben 
der Bassano und lüntoretto. Was von da bis zum Emdringen des 
berninischen Styles geschaifen wurde, ist kaum des Ansehens werth 
und auch diese; letztere Styl hat von seinen achtbarern Schöpfungen 
fast nichts in Venedig hinterlassen. 
Zum Schluss muss hier im Zusammenhang von den neun grus- 
sen Reliefs die Rede sein, welche die Wände der Antoniuscapelle img 
Santo zu Padna bedecken. Die Aufgabe war eine der ungünstigsten, 
die sich denken liessen: (mit Ausnahme des ersten Reliefs) lauter 
Wunder, d. h. sinnliche Wirkungen aus einer plastisch unsichtbaren
        

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