Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sculptur
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1067806
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1070335
Sculptur des XVI. Jahrhunderts. 
Lorenizetto. 
Tribolo. 
Bildung, aber in der Geberde von wunderbarem Ausdruck des wie- 
dergewonnenen jugendlichen Lebens, das wie vom Schlaf erwacht. 
(Der Fischrachen ist geschickt und bescheiden angegeben. Im Kopf 
des Jones eine Annäherung an die Ziige des Antinousj-Der Prophet 
a Elias gegenüber zeigt Lorenzettois stumpferc Ausführung;  ebenso die 
b sehr schön gedachte Madonnenstatue auf demjenigen Altar im Pan- 
theon, Welcher Rafaels Grab hinter sich birgt.  LorenzettWs eigene 
cEriindung möchte der S. Petrus am Eingang der Engelsbriicke sein. 
 (In der Art Lorenzettäs scheint auch die sitzende Madonna über 
ddem Grabmal des Guidiccioni in S. Francesco zu Lucca gearbeitet, 
deren Urheber ich nicht anzugeben Weiss. Die schöne Intention in 
dem Kopf der Madonna, in Bewegung und Gestalt desdiindes, das 
sie am Schleier fasst, übertrifft die Ausführung.) 
Der Zeit nach müsste schon hier Michelangelo genannt werden, 
allein bei der historischen Stellung, die er gegenüber der ganzen 
spätern Seulptur einnimmt, ist es nothwendig, zuerst diejenige An- 
zahl von Künstlern zu besprechen, welche, obwohl meist jünger als 
er, noch nicht oder noch Wenig von seinem Styl berührt Wurden. Sie 
haben theils die Richtungen des XV. Jahrh., dessen Realismus und 
bunten Reiehthum aufgebraucht, theils auch sich der freien und hohen 
Schönheit stellenweise genähert, meist aber sich der von der römi- 
schen Malerschnle ausgehenden Entartung nicht entziehen können. 
Zunächst ein paar Florentiner. (Den Bandinelli versparen wir 
auf die Michelangelisten, zu welchen er wider Willen gehört.)  Tri- 
b olo (eigentlich Niccolb Pericoli, 1500-1565) war anfänglich Schüler 
des unten zu nennenden Jaeopo Sansovino, allein in einer Zeit, da 
dieser noch seinem Lehrer Andrea im Styl näher stand als seiner 
eigenen spätem Manier; zudem muss Tribolo von Anfang an auch 
Andreafs Werke gekannt haben und später, durch die Mitarbeit an 
der Santa casn- von Loretto nach dessen Entwürfen, von dem Styl 
Andreais durchdrungen worden sein. Der Verf. hat es besonders an 
dieser Stelle zu beklagen, dass ihm die Untersuchung der dortigen 
Sculpturen nicht vergönnt War. Welch ein Meister Andrea. Sansovinß 
auch im Relief gewesen sein muss und welchen Einfluss er auf die 
Seinigen ausübte, lassen die Arbeiten dieses seines Schülers wenigstens
        

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