Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sculptur
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1067806
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1070144
Die Lombardi. 
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Lombardi" oder die „Art der L." im Allgemeinen zu erkennen pflegt, 
wäre ein gewagtes Unternehmen. Als allgemeines Schulgut sind der 
Betrachtung besonders werth: 
An der Scuola di S. Marco die obern Statuen zwischen und übera 
den Rimdgiebeln. ' 
Im Dogenpalast an dem Vorbau gegenüber der Riesentreppe: dieb 
Figuren auf den Spitzthiirmchen, zum Theil aufkugelförmigen 
von hübschen Putten gehaltenen Untersätzen; diese am besten von 
der Sala del collegio aus sichtbaren Statuen sind zum Theil sehr 
geistvoll und lebendig, besonders die Prudentia mit dem Spiegel. 
An S. Maria de' miracolj: die särnmtlichen Aussensculptnremc 
der Gottvater und die anbetenden Engel über und neben der halb- 
runden Obermauer nur Decorationsarbeit, aber vorzüglich schön ge- 
dacht; die Halbliguren der Propheten und Heiligen in den Bogen- 
fillungen der obcrn Pilasterorduung," ebenfalls trefflich ausdrucksvoll 
und von meisterhafter Arbeit. 
In der Capella Giustiniani zu S. Francesco della. Vigna. (linksd 
neben dem Chor) verrathen von den Reliefhalbfigmen an den Wänden 
die vier Evangelisten einen besonders geistvollen Künstler (Tul- 
lio  die übrigen scheinen von demjenigen noch etwas befangeneru, 
aber ernsten und tüchtigen Meister, welcher die Halbüguren der Pro-e 
phcten an den Chorschranken der Frari verfertigte. (Der Altar nebst 
Predella und Vorsatz, sowie der Relieffries mit der Geschichte Christi 
sind zierliche, aber geringe Arbeiten.) 
In den Frari könnten die Statuen der Apostel und Heiligen über f 
den Chorschranken am ehesten ein Werk dieser Schule sein. Ausser- 
dem wird derselben dort das Grab des Jacop0 Marcello  1484) ver- 
muthungsweise zugeschrieben (im rechten Querschiff, rechts). 
In S. Stefano enthält ausser der genannten Arbeit die Sacristeig 
-zwei halbe und zwei ganze Heiligenfiguren des Pietro; letztere für 
ihn vorzüglich charakteristische Werke. 
In S. Giovanni e Paolo ist das Dogengreb Mocenigo (f 1476)?! 
rechts vom Portal, eine gemeinschaftliche Arbeit des Pietro, Au- 
tonio und Tullio; ein Haupttypixs der frühern Gräber dieser Art, 
mit lauter Helden, die den Sarg tragen und in Seitennischen stehen, 
mit Putten welche aus Engeln zu kriegerischen Pngen geworden sind,
        

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