Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sculptur
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1067806
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1070009
da. Majano. 
Benedetto 
609 
fangenes.  
Fiesole ist u. 
schiif von S. 
Von A's Schülern Silvio und Maso Boscoli von 
a. das Grabmal des Antonio Strozzi, im linken Seiten- a 
Maria novella. 
Ein freierer fiorent. Nachfolger Minds ist der Baumeister Bene- 
detto da Maj ano (1444-98). Die wenigen erhaltenen Arbeiten 
verrathen einen der grössten Bildhauer der Zeit. An Schönheitssinn 
und Geschick ist er dem Mino weit überlegen und erscheint eher als 
der Fortsetzer Ghibertils. Die Reliefs der Kanzel in S. Croee zei- b 
gen höchst lebendig entwickelte Seenen mit den herrlichsten Motiven 
(zum Theil auf der Dreiviertelansieht beruhend); die Statuetten in 
den Nischen unten sind bei winzigem Massstab vom Köstliehsten 
dieser Zeit.  In der Capelle Strozzi in S. Maria novella (rechtesc 
Querschiff) ist das Grabmal hinter dem Altar von ihm; über dem Sar- 
eophag das Rundrelief der Madonna, von Engeln umsehwebt, träume- 
risch süss und holdselig, wie etwa. ein frühes Werk des Andrea San- 
sovino könnte ausgesehen haben. In seinen Freiseulpturen ist Benedetto 
allerdings noch etwas befangen. Sein Johannes der Täufer in dend 
Ufiizien (Ende des zweiten Ganges) ist aber in dieser Befangenheit 
sehr liebenswürdig durch den naiven Ausdruck; ebenso die Sta- 
tue des S. Sebastian in einem Nebenraum des Kirehleins der Mise-e 
rieordia (auf dem Doinplatz). Die in demselben Raum (auf dem Altar) 
befindliche Madonna deutet schon entschieden auf die Weise des XVI. 
Jahrhunderts, auf Lorenzetto und Jae. Sansovino hin. Seine anmuth- 
reiche Phantasie erräth das, Wozu seine formelle Bildung wohl nicht 
hingereicht hätte.  Das Denkmal Giottds (1490) im rechten Seiten- f 
schiff des Domes, ein blosser Reliefmedaillon, ist wie andere Ehren- 
denkmäler dieser Kirche ein Beweis dafür, wie wenig Prunk damals 
von Staatswegen („cives posuere") mit dem Andenken verstorbener 
grosser Märmer getrieben wurde; es lebten ihrer noch welche I). Fast 
 Dagegen haben die in Auftrag des Staates (der „Gemdine") hloss grau in 
grau gemalten Denkmäler im Dom von Florenz und anderswo allerdings i, 
das Ansehen, als 0h man gern gemocht und nicht gekonnt hätte. Es sind 
gleichsam Anweisungen auf künftige lllarmordenlunäler. Vgl. Vasari im Leben 
des Lor. di Bicci. 
B. Ciceronv. 39
        

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