Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sculptur
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1067806
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1069332
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Antike Sculptur. 
Reliefs. 
aliehen, sitzenden Figur I);  Zeus auf einem Thron mit Sphinxen;  
Orest in Delphi, römisch nach einem trefflichen Original;  eine An- 
zahl von Marmor-Scheiben (disei) mit flüchtigen, aber zum Theil schön 
gedachten flachen Reliefs;  Stück aus einem bacehischen Thiasos 
mit den öfter vorkommenden Motiven der Baeehantin mit Tamburin 
und eines Satyrs mit Flöten; der folgende Satyr meist ergänzt;  
sodann eines der herrlichsten hacchisehen Reliefs, welche überhaupt 
vorhanden sind: der biirtige Dionysos hält Einkehr bei einem 
zechend auf dem Ruhebett gelagerten Liebespaar; ein Satyr stützt ihn, 
ein anderer zieht ihm die Sandalen ab; draussen vor der Thür des 
Hauses Silen und die übrigen Gefährten des Gottes;  endlich ein 
kleines sehr liebenswürdiges Werk: Mder Ritt durch die Nacht 
(Jüngling und Bacehantin mit Fackeln zu Pferde, ein Führer voran). 
1, Halle des Jupiter: Helena wird von Aphrodite unter dem Schutz 
der Peitho (Göttin der Überredung) bewogen, dem Paris zu folgen, 
welcher mit Eros sprechend gegenübersteht; sehr schöne, wenn auch 
nicht frühe griechische Arbeit;  Bacchus mit einem Theil seiner Be- 
gleiter, griechisches Motiv von unbedeutender Ausführung. 
c Halle der Musen: Die berühmte Vase v on Gaeta, mit dem Na- 
men des Künstlers: Salpion von Athen; fast lauter auch sonst bekannte 
Motive (Hermes, welcher der Leukothea das Bacchuskind übergiebt  
an ein Relief der Sala delle Muse im Vatican erinnernd; die lehnende 
halbnackte Bacchantin  aus einem Relief der Villa Albani; zwei 
Satyrn und die tanzende Baechantin  aus dem eben erwähnten Re- 
lief des dritten Ganges im Museum von Neapel; ausserdem Silen und 
eine Baechantin mit 'l'hyrsus). Die Ausführung, obwohl trelTlieh, hat 
doch etwas Conventionelles; die starken Verstiimmelungen rühren aus 
der Zeit her, da. das Gefass als Pflock für die Schiffseile diente.  
Herrliches bacehisches Hochrelief von_kleiuem Massstab;  
Flaehrelief von sieben weiblichen Figuren. 
 "Siegcszeichcn zu Ehren von Hellas, nach Bcsicgung der Karyaten"  so 
laute! die InschrifL. Die Frauen des besiegten Volkes, also die Karyatiden, 
wurden, wie an neuen-n Denkmälern z. B. Sklaven und Überwundene, als 
Stütziiguren für das Obergesimse der Basis behandelt. Wahrscheinlich war 
das Original-Tropäon ein sehr bekanntes und berühmtes, so dass "Karyatide" 
der Gattungsname für die Stützüguren überhaupt werden konnte. Vgl. S. 467.
        

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