Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sculptur
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1067806
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1069220
Komische Schauspieler. 
Trophäen. 
Thlera. 
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den pompejanisehen Malereien vor. Einzelne Statuen komischer 
Schauspieler sind gleichsam als eine Weiterbildung der Masken 
zu betrachten; sie stellen einen Moment einer bestimmten Rolle, z. B. 
eines Davus, eines lilaeeus dar, und nicht den berühmten Komiker 
N. N. in dieser und jener Rolle. (Die besten im obern Gang des Va-a 
ticans, andere in der Villa Albani, Kaifehausl); manche als kleineb 
Bronzefiguren in den betreffenden Sammlungen.)  Für die Malerei 
waren ganze Theaterscenen und Proben ein nicht ungewöhnlicher Ge- 
genstand, wie mehrere antike Gemälde und Mosaiken des Museums 
von Neapel beweisen (u. a. die beiden zierlichen Mosaiken des Dio-c 
medes, erster unterer Saal links). In Rom geben die einfachem Mo- 
saiken am Boden der Sala. delle Muse im Vatican einen ziemlich ge- d 
nauen Begriff von dem Auftreten tragischer Schauspieler. 
Von andern leblosen Gegenständen hat die römische Kunst bis- 
weilen die Trophäen mit ganz besonderer Schönheit gebildet, sowohl 
im Relief (Basis der Trajanssäule) als in runder Arbeit (Balustradeß 
des Capitols). Die plastische Gruppirung des Unbelebten hat vielleichtf 
überhaupt keine höhern Muster aufzuweisen als diese. 
Die Thierbildungen der alten Kunst zeigen eine reiche Scala 
der Außhssung, vom Heroischen bis zum ganz Naturalistischen. In 
den edlern und gewaltigeren Thiergattungen lebt eine ähnliche Hqheit 
der Form wie in den Statuen von Göttern und Helden; in den ge- 
ringem wird man mehr jene naivsten Ziige des Lebens bewundern, 
die das Thier in seinem Charaktenzeigen.  Dieser ganze Kunstzweig 
muss eine grosse Ausdehnung gehabt haben; von noch vorhandenen 
Resten ist z. B. die grosse Sala. degli Animali im Vatican erfüllt, E 
und auch im Museo Chiaramonti findet sich Vieles, lauter römischeh 
Arbeiten, die zum Luxus des Hauses, zum Schmuck der Brunnen und 
Gärten gedient haben mögen. Den Vorzug behaupten natürlich die 
grossen, monumentalen Thiergestalten.  
 Letztere zusammen, wenn sie richtig geordnet würden, 
von-stellend. [Ansicht BraunsJ 
eine komische Scene 
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