Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Sculptur
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1067806
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1069078
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Antike Sculptur. 
Kalserstatuen im Harnisch. 
im Kampfgewiihl zu Pferde streitenden Alexander  wahrscheinlich 
einer sehr ausgezeichneten Gruppe  wenigstens eine kleine Erinne- 
arung vorhanden in der sehr lebendig gedachten Bronzestatuette 
des Museums von Neapel (grosse Bronzen; ein lediges Pferd,- wel- 
ches in der Nähe des Reiters aufgestellt ist, könnte der Arbeit nach 
wohl dazu gehören und ebenfalls aus jener Gruppe wiederholt sein). 
Ausser diesen Idealbildungen hat sich aber auch noch ein lebens- 
treues Porträt erhalten, u. a. in einer (bezeichneten) Büste des Lou- 
vre. Der Gypsabguss z. B. in der Academie de Fmnce bietet eine 
anregende Vergleichung zunächst mit dem capitolinischen Kopfe dar. 
Die Bronze in Neapel gleicht ihm in den Ziigen mehr als jenen beiden 
Idealköpfen.  
Unter allen römischen Bildnissen kommen natürlich die. der 
Kaiser und ihrer Angehörigen vorzüglich häufig vor. Die Gelegen- 
heiten, Statuen und Büsten der Herrscher aufzustellen, waren der ver- 
schiedensten Art; die Foren und Basiliken der Städte mussten von 
Rechtswegen damit versehen sein, die Gebäude jedes Kaisers enthiel- 
ten gewiss die Bildnisse seiner ganzen Familie, und auch mancher 
Privatmann mochte es gerathen finden, seinem Herrn ein Denkmal zu 
setzen. Im III. Jahrhundert Wurden bereits die Bilder der frühern 
guten Kaiser, zumal das des Marc-Aurel, aus historischer und reli- 
giöser Verehrung vervielfacht. 
Unter den ganzen Statuen sind die geharnischten die häufig- 
sten. Der Brustpanzer und die unten daran befestigten Schuppen sind, 
oft überreich, mit getriebener Arbeit, Victorien, Löweuköpfen u. dgl. 
geschmückt; von dem Kriegermantel (Iäiludamentum) erscheint ein 
Bausch auf der linken Schulter; das Übrige zieht sich hinten abwärts 
und kommt über dem linken, auch wohl über dem rechten Arm Wie- 
der zum Vorschein; die Rechte wird meist gesticulireud, auch etwa 
mit einer Waffe restaurirt. Sehr oft, ja in der Regel, ist nur der 
Rumpf alt oder ursprünglich; dem Kopfwechsel war gerade diese 
bGattung am meisten unterworfen. (Der prächtig geharnisehte L. Ve- 
rus, im Vatican, Galeria delle Statue; eine Anzahl von den besten in 
oder untern Halle des Palastes der Villa Albani; andere im Museum
        

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