Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Architectur
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1071116
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1072272
Vor-hallen. 
Pß-SSBÄBII. 
Mosaiken. 
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dessen vorderer Eingang nach aussen noch eine besondere kleine ge- 
wölbte Halle mit zwei vertretenden Säulen hatte. (Diese kleine Halle 
erhalten an S. Cosimato in Trastevere  IX Jahrhundert?  und ana 
S. Clemente, sowie an S. Prassede in Rom  XII. Jahrhundert.) Vonb 
den vier Seiten des Porticns bildete die eine den Vorraum der Kirche 
selbst; in der Mitte des Hofes stand der Weihebrunnen. Erhaltene 
vierseitige Portiken an den Dornen von Capua und Salerno, an lezterm c 
aus dem XI. Jahrhundert, auf schönen und gleichförmigen Säulen von d 
Pästum; in Rom hat nur das späte S. Clemente  XII. Jahrhundert  e 
noch den unvcrsehrten Porticus, theils auf Säulen theils auf Pfeilern; 
in Mailand stammt die Vorhalle von S. Ambrogio, gewölbt auf Pfeilernf 
mit I-Ialbsiiulen, wahrscheinlich aus der Zeit Ludwigs des Frommen. 
Spätere Klostervorhallen geben eine ziemlich genaue Anschauung von 
dieser Bauweise. Sehr viele Basiliken hatten indess nur eine Vor- 
halle längs der Fassade und diese hat sich in manchen Beispielen 
sammt ihrem meist geraden, nicht selten mosaicirten Gebälk erhalten; 
so z. B. in Rom an S. Ceeilia, S. Crisogono, S. Giorgio in Velabro,g 
S. Giovanni e Paolo, S. Gregorio, S. Lorenzo fuori, S. Lorenzo inli 
Lucina, an SS. Quattro Coronati in einem Umbau des XII. Jahrhnn-i 
derts und an S. Saba mit einem obern Stockwerk; ausserhalb Roms k 
z. B. am Dom von CFerracina, am Dom von Amalfi (Doppelreihe vonl 
Säulen mit normannisch-saracenischen Spitzbogen und Gewölben); in 
Ravenna nimmt ein geschlossener und gewölbter Vorbau die Stelle der 
Vorhalle ein, z. B. am S. Apollinare in Classe. m 
Von den_Fassaden ist vielleicht keine einzige mit ihrem ursprüng- 
lichen oder ursprünglich beabsichtigten Schmuck erhalten; denn die 
Mosaiken, die man an der iFronte von S. Maria Maggiorc noch sichtn 
und an derjenigen von S. Paul sah, sind und waren Werke der Zeit 
um 1300. Wir bleiben auf die oben angegebenen Vermuthungen be- 
schränkt. 
Im Innern, dessen Austattung unverhältnissmässig überwog, wurde 
vor Allem der reichste farbige Schmuck erstrebt, womöglich durch 
Mosaikbilder, welche die Oberwände des Mittelschiifes, die Wand des 
Triumphbogcns (bisweilen schiffwärts und nischenwärts) und die Apsis 
sammt ihrer Umgebung überzogen. Auch der Boden erhielt Mosaik- 
ornamente (die freilich in ihrer jetzigen Gestalt meist erst aus dem XI.
        

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