Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Architectur
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1071116
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1072243
Es wurde bereits erwähnt, dass die christliche Kirehenbaukunst 
mehr oder weniger sich dem Vorbild der heidnischen Basiliken an- 
schloss und die von den Tempeln genommenen Säulen zum Bau ihres 
Innern benützte. Die grossen Moditicationen, welche den eigenthüm- 
liehen WVerth der christlichen Basilica ausmachen, sind kurz folgende. 
1) Das Innere der heidnischen Basilica war ein zwar länglicher, 
aber auf allen vier Seiten von der Säulenhalle 1nngebener Raum oder 
(unbedeckt gedacht) Hof 5 in der christlichen Kirche wird derselbe zu 
einem bedeckten Mittelschiff, und die Halle zu zwei oder vier Seiten- 
schiffen, Während die Fortsetzung der Halle auf den Sehnmlseiten (vorn 
und hinten) wegfällt oder nur vorn und dann in veränderter Bedeu- 
tung, als innere Vorhalle, sich behauptet. 
2) Die grosse hintere Nische (Apsis, Tribune), einst durch die da.- 
vor hinlaufende Halle theilweise dem Auge entzogen, wird jetzt ge- 
radezu das Ziel aller Augen, indem sich darin oder zunächst davor 
der Altar erhebt. Die Längenperspeetive wird damit das Lebensprin- 
cip der ganzen Basilica und damit der meisten abendländischen Küchen 
überhaupt. 
3) In den wichtiger-n Basiliken entsteht vor der Nische ein Quer- 
schiff von gleicher oder fast gleicher Höhe mit dem I-lnuptsehiff, zur 
Aufnahme bestimmter Classen von Anwesenden (Geistliche, Beamte, 
Matronen  Ein besonderer grosser Bogen (der Triumphbogen) 
auf Säulen bildet den Übergang aus dem Hauptsehiff ins Quersehiif. 
4) Die Errichtung eines obern Stockwerkes, in den heidnischen 
Basiliken beinahe Regel, wird hier zur Ausnahme (S. Agnese, S. Lo- 
renzo fuori le mura, SS. Quattro Coronati in Rom). Die Obermauer
        

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