Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Architectur
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1071116
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1072143
Docoration. 
Pompejanische Scenographie . 
mit braunen Schatten und weissen Lichtern angegeben. Die Halle 
um den Garten dagegen: braunrother Sockel mit natürlichen Pflanzen 
u. dgl., unterbrochen von gelben vertretenden Piedestalen; darüber 
reiche und treffliehe Architekturen auf blauem Grund mit schwarzen 
Zwischenilächen, welche gute Bilder enthalten; Oben: Zierrathen und 
Figuren auf weissem Grund. Im sog. Schlafzimmer die Architekturen 
mit Bewohnern-besonders anmuthig belebt. 
a In der „ Casa d'Apollo" das Tablinum vom Allerzierlichsten; 
das sog. Schlafzimmer mit lauter goldgelben Architekturen auf himmel- 
blauem Grund, so dass gar keine Zwisehenflüchen vorhanden sind; die 
Figuren theils ganze, Götter darstellend, theils Halbüguren hinter den 
Balustraden; die Ausführung gut, doch geringer als im Tablinum. 
b In der „ Casa di Salustio 4' enthält die Wand des hintern Gärt- 
chens eine harmlose Decoration, wie sie auch sonst noch in pompeja- 
nischen Gartenrüumen und bis auf den heutigen Tag vorkömmt: hohe 
natürliche Pflanzen mit Vögeln und Guirlanden auf himmelblauem 
Grunde. Um den kleinen Hof in der Niihe des Bildes „Diana und 
Aetäon" herum gute Verzierungen auf lauter schwarzem Grunde mit 
Ausnahme des violetten Sockels. Andere Räume mit farbigen Quadern 
(von Stucco) sehr unschön decorirt. 
e In der „Casa delle Vestaliu die Gartenhalle ganz gelb, auch 
der untere Thcil und die korinthischen Stuccocapitäle der Säulen. Die 
Architekturen der Wand bloss mit braimen Schatten und ureissen Lich- 
tern angegeben; oben offene Schränke mit Küchentbieren und Guirlan- 
den in Naturfarbe; der Sockel braunroth mit mythologischen Figuren. 
d In der „Villa di Diomedei" die Malereien theils unbedeutend, 
theiLs weggenommen und nach Neapel gescheit. Die Gewölbe der 
untern Räume sind mit Fortsetzungen der Architekturen auf hellem 
Grunde verziert. 
Nur ungern trennen wir bei der Besprechung dieser Schätze die 
eigentliche Malerei von der Decoration, indem sich die beiden Künste 
nie so eng die Hand geboten haben wie gerade hier. Wo sollen wir 
z. B. die unzähligen kleinen Vignetten unterbringen, welche diese hei- 
tern Räume beleben? Wer ihnen je einen Blick gegönnt hat, wird sie
        

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