Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Architectur
Person:
Burckhardt, Jacob
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1071116
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1071799
hßndene Siiulenstellung mit der so unzugänglichen Pyramidalform iu 
einige Harmonie gebracht wer, lässt sich schwer errathen. 
Sonst war iiir reichere Privatgräber die viereckige Capelle mit 
einer Halle von vier Säulen, oder zwei Pfeilern und zwei Säulen, auch 
bloss mit Pilastern, oft auf hohem Üntersatz, der beliebteste Typus. 
Das Innere bestand entweder bloss aus einer kleinen untern Grab- 
ksunmer miiaNischen, oder auch noch aus einem obern gewölbten Raum. 
Dieser Art sind sehr viele von den Gräbern an der Via. Appia we- 
nigstens gewesen, denn die Zerstörung hat an keinem einzigen die 
Steinbckleidung verschont, so wenig als an den sog. Gräbern des As-a 
ßanius und des Pompejus bei Albeno, an dem des Cieero bei Molah 
di Gaeta. und m1 so vielen andern. Am besten ist es einzelnen 
grossentheils von Baeksteinen errichteten Grabmülern ergangen, wie 
z. B. demjenigen beim T avolato vor Porta. S. Gioxraimi, und demc 
fälschlich so benannten Tempel des Deus rediculus (am Weged 
zur Grotte der Egeria). Hier sind nicht bloss die Mauern, sondern 
auch die (allerdings unreinen) baulichen Details von einen Stoff ge- 
bildet, der nicht wie die verschwundenen hiurmorvorhallen die Raub- 
Slleht reizte 1u1d verlnöge höchst sorgfältiger Bereitung den Jahrtian- 
Senden trotzen kann. (Bezeichnend: die mögliehste Diinnheit und daher 
gleiehmässige Brennung des Backsteins; Zusammensetzung sogar der 
Zierrathen aus mehrern Platten.)  Ganz wohl erhalten ist nur der sog. 
Baechu s tempel, aus später Kaiserzeit (als Kirche: S. Urbane, über e 
dem Thal der Egeria), welcher noch seine vollständige Fassade mit 
Säulen und Pilastern, sein Untergeschoss mit den Grabresten und sein 
Obergeschoss mit eassettirtcm Tonnengewvölbe besitzt, zugleich aber 
durch den schweren Aufsatz zwichen dem Gebälk und dem baekstei- 
Dornen Giebel Anstoss giebt.  (Eine Spielerei wie das Grab desf 
Eurysaccs an der Porta. Maggiore zeigt nicht weniger als die Py- 
ramide des Cestius, dass der Aberwitz im Griiberbau nicht ausschliess- 
lieh eine Sache neuerer Jahrhunderte ist.) 
Alles erwogen, möchten diese Gräber in Cepellenforni das Beste 
gewesen sein, was sich in dieser Gattung schaffen liess. Sie sind 
Üßlleetivgräber und enthalten, nach der schönen Sitte des Alterthums, 
die Nischen für die räschexikrügc ganzer Familien, auch wohl ihrer 
lheigelessenen auf einem vcrhiiltnissmässig sehr kleinen Raum bei-
        

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